Artikel veröffentlicht am 13.03.2019 um 16:29 Uhr
ASV Fürth verpasst Anschluss: Zwei späte Elfmeter kosten wertvolle Punkte
Viele durften den ASV Fürth zur Winterpause schon abgeschrieben haben, nach zwei Partien in 2019 ist die Lage an der Magazinstraße nicht besser geworden, auch wenn deutlich mehr möglich gewesen wäre. Am Samstag (16 Uhr) kommt es nun zum Derby beim FSV Stadeln. Wir blicken mit Trainer Wilhelm Satzinger voraus auf das Spiel, seinen bevorstehenden Abschied beim ASV und die Zukunft.
Von Marco Galuska
Wilhelm Satzinger geht in die letzten Monate beim ASV Fürth.
fussballn.de / Strauch
Es war eine gute Vorbereitung, die der ASV Fürth in der Winterpause auf dem heimischen Kunstrasen spielte, nur gegen Bayernligist ASV Neumarkt "war jeder Schuss ein Gegentreffer", ansonsten konnte man Siege gegen den TSV Kornburg und auch gegen das Kreisliga-Spitzenteam SC Adelsdorf landen, gegen den TSV Weißenburg trennte man sich torlos. Den Schwung wollte der Vorletzte mit in die Runde nehmen, um vielleicht doch noch das Unmögliche möglich zu machen: "Wir wollten beide Spiele gewinnen, denn mit sechs Punkten mehr wäre die Relegation wieder in Sichtweite gewesen, aber letztlich waren wir selbst schuld, dass es nur ein Punkt wurde", hadert Coach Wilhelm Satzinger.

Comeback von Kevin Berecz


Eine Überraschung hatte der Coach parat, als er Kevin Berecz plötzlich wieder aufbieten konnte. "Kevin hat sich in der Winterpause gemeldet. Zwar arbeitet er weiterhin in Düsseldorf, aber er hat uns signalisiert, dass er für die ersten fünf Spiele zur Verfügung stehen könnte. Das haben wir intern besprochen und das Signal war klar, dass er willkommen ist, auch wenn er nicht bei uns mittrainieren kann."

Kevin Berecz kam und traf, aber der ASV Fürth siegte trotz 3:0-Führung gegen Diepersdorf dennoch nicht.
fussballn.de / Schlirf

Und der Auftakt gegen Mitkonkurrent SpVgg Diepersdorf begann auch verheißungsvoll. Berecz traf prompt. 3:0 führten die Fürther bereits, ehe die Gäste "aus dem Nichts" auf 3:2 herankamen. "Im zweiten Durchgang hat Diepersdorf sich den Punkt aber verdient, weil sie mehr gemacht haben. Dass wir mit einem dummen Elfmeter das 3:3 ermöglichen, ist trotzdem ärgerlich."

Das Murmeltier grüßte dann eine Woche später wieder auf dem Kunstrasenplatz an der Magazinstraße. Gegen den Aufstiegskandidaten SpVgg Hüttenbach stimmte die Leistung bei orkanartigen äußeren Bedingungen. "Wir haben vor der Pause eine klare Führung verpasst. Und am Ende war es wieder ein dämlicher Elfmeter, der uns das Spiel gekostet hat", so Satzinger zur 1:2-Niederlage gegen den Tabellenzweiten.

Die Maxime lautet: Weitermachen! Wilhelm Satzinger will die Saison nicht kampflos abschenken.
fussballn.de / Schlirf

Keine Sorge um die Zukunft des ASV Fürth


Statt maximal sechs Punkten gab es somit nur einen Zähler, der das Szenario Kreisliga 2019/20 für den ASV Fürth recht konkret erscheinen lässt. "Wir arbeiten weiter und lassen nicht nach", sagt der scheidende Coach eindeutig und hat sich fest vorgenommen, eine intakte Mannschaft an seinen Nachfolger Reinhold Fischer zu übergeben: "Wenn wir schon runter müssen, dann wollen wir keinen Scherbenhaufen hinterlassen. Ich bin auch zuversichtlich, dass der ASV in den kommenden Jahren wieder eine gute Rolle spielen wird. Das Pendeln zwischen Kreis- und Bezirksliga ist für den Verein nicht neu. Mit einigen guten Jugendspielern, die wir schon einbauen wollen, sehe ich die Truppe auch für die Kreisliga sehr gut gerüstet."

Doch ein Aufgeben, das macht Satzinger auch klar, gibt es nicht, "solange rechnerisch noch alles möglich ist." Am Samstag kommt es nun zum Derby in Stadeln. "Wir treffen dort auf ein absolutes Spitzenteam. Auch wenn mein Kollege mit dem Pokalauftritt nicht zufrieden war, so ist der FSV mit seiner individuellen Qualität der klare Favorit." Dass sein eigenes Team schon ins dritte Punktspiel 2019 geht, während der Gegner zum ersten Mal wieder in der Liga antritt, sieht Satzinger nicht als Vorteil: "Man muss ganz klar unterscheiden, dass wir bisher alles auf Kunstrasen gespielt haben, insofern wird das auch für uns eine gewaltige Umstellung sein, wenn wir zum ersten Mal wieder einen Naturrasen sehen."

Abteilungsleiter Michael Eglau (links) begrüßte bereits Mettin Copier als Neuzugang bei der SG Quelle Fürth für die kommende Saison.
SG Quelle Fürth

Mit dabei sein wird am Samstag auch wieder ein Spieler, der nächste Saison eine Liga höher spielen wird: Mettin Copier wechselt bekanntlich zur SG Quelle Fürth. "Der Verein und ich, wir haben vollstes Verständnis für die Entscheidung. Er hat sich immer korrekt verhalten, hat mit mir als Erster das Gespräch gesucht. Ich war über alle Schritte informiert."

Satzinger: "Muss mir nichts mehr beweisen!"

Ob Wilhelm Satzinger seine Erfahrung als Trainer in der kommenden Saison weitergibt, ist derzeit noch offen.
fussballn.de

Möglicherweise wäre Copier auch Satzinger im kommenden Jahr gefolgt, der Haken daran ist nur: Bisher gibt es keinen neuen Verein für den erfahrenen Trainer. "Ich hatte mehrere Gespräche, es war aber noch nicht das, bei dem ich dann sage: Das ist es, das will ich machen! Es muss schon etwas sein, unabhängig von der Spielklasse, bei dem der Verein und ich mit einem guten Gefühl auf einen Nenner kommen", verrät der 65-Jährige, der beruflich seit letztem Jahr im Ruhestand ist. "Eigentlich hätte ich ja Zeit, wieder etwas zu machen, aber alles muss ich mir auch nicht antun. Ich muss mir nichts mehr beweisen. Aber wenn ich mit meiner Erfahrung einem Verein nutzen kann, warum nicht", gibt sich Satzinger entspannt.

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23. Spieltag Bezirksliga Nord


Tabelle Bezirksliga Nord

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Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

Trainerstationen W. Satzinger

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