Artikel veröffentlicht am 22.03.2018 um 06:00 Uhr
Traumstart des FCH: Hersbruck feiert den Klassenerhalt
Zweimal konnte der FC Hersbruck in der Rückrunde bisher spielen und zweimal gewann der aktuelle Tabellensechste mit dem knappsten aller Ergebnisse. Denn sowohl gegen Cagrispor als auch gegen den TV 1848 Erlangen stand es am Ende 1:0 für den Club. Für die Spieler am Samstag Grund genug, um eine Nichtabstiegsfeier zu machen. Der Trainer will natürlich weiter so viele Spiele wie möglich gewinnen.
Von Sebastian Baumann
Zweimal 1:0, zweimal glücklich? “Ich fand den Sieg gegen den TV eigentlich nicht glücklich”, erklärt Trainer Stefan Erhardt, auch wenn seine Mannschaft durch ein Eigentor gewinnen konnte - und auch eines der kuriosen Art. Denn bei einem Rückpass holperte der Ball und sprang Keeper Kist über den Schlappen, sodass das Spielgerät ins Tor trudelte. “Es war natürlich schon glücklich, aber danach haben wir auch ein Tor erzielt, das nicht gegeben wurde. Deswegen würde ich schon sagen, dass wir am Ende verdient gewonnen haben.” Den Auftaktsieg gegen Cagrispor bezeichnet der Erfolgstrainer hingegen schon als glücklich. Denn da hatte der Gast aus Nürnberg mehr vom Spiel und verschoss auch noch einen Elfmeter. Dem FC Hersbruck war es egal, denn mittlerweile hat die Mannschaft schon 41 Punkte gesammelt.

Stefan Erhardt
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Spontane Nichtabstiegsfeier


Kein Wunder, dass die Mannschaft am Samstag nach dem Spiel beim Mannschaftsabend gleich eine spontane Nichtabstiegsfeier zelebrierte und auch das ein oder andere Glas Bier mehr trank, die es der Trainer mit einem Schmunzeln umschreibt. “Wenn uns einer vor der Saison gesagt hätte, dass wir am Ende der Saison 41 Punkte haben, dann hätten wir das sofort unterschrieben”, berichtet Stefan Erhardt und kann nun die restlichen Spiele relativ entspannt angehen. “Es ist natürlich schön, dass wir jetzt relativ entspannt aufspielen können, weil wir im Prinzip den Klassenerhalt schon in der Tasche haben.” Dass seine Mannschaft jetzt schleifen lassen könnte, denkt der Trainer nicht. Schließlich könnte der FCH immer noch das Zünglein an der Waage spielen um den zweiten Tabellenplatz und sogar selber noch auf den Relegationsplatz rutschen. “Wir wollen schon jedes Spiel gewinnen und die Spannung hochhalten”, schiebt Erhardt nach und verdeutlicht den Ehrgeiz von sich und seiner Mannschaft. Aber auch kein Wunder. Denn gewinnt Hersbruck seine beiden Nachholspiele, dann ist der Club auf einmal Tabellenzweiter.

Lässt kaum Gegentore in seinen Kasten: Keeper Markus Bauernfeind musste erst 16 mal hinter sich greifen.
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Unangenehm: BaKi und Weisendorf

In den kommenden Spielen wird sich zeigen, wohin die Reise der Hersbrucker geht. Denn nach dem sehr guten Start (“Das habe ich nach der guten Vorbereitung schon erwartet. Die Ergebnisse waren zwar nicht gut, aber wir konnten unser Programm richtig durchziehen.”) kommen mit dem FC Bayern Kickers Nürnberg und dem ASV Weisendorf zwei Mannschaften aus den hinteren Tabellenregionen, die der Trainer mit seiner Mannschaft in der Vorsaison vergleicht. “Das sind Mannschaften, bei denen es um sehr viel geht. Die werden alles geben. Gegen uns in der letzten Saison hätte ich am Ende auch nicht spielen wollen.” Allerdings wertet der Trainer vor allem den Abgang von Ex-Profi Juri Judt als herben Verlust für die Bayern Kickers aus Nürnberg. “Bei den Spielen, die ich von ihm gesehen habe, war er schon immer der Dreh- und Angelpunkt. Er hat auch alle Standards gemacht”, erinnert sich Stefan Erhardt, der BaKi allerdings immer noch als sehr stark einstuft und die Nürnberger Mannschaft nicht auf die leichte Schulter nehmen will. Ähnlich sieht es dann mit dem ASV Weisendorf aus. Die Weisendorfer hatten eigentlich einen ordentlichen Vorsprung auf die Abstiegsplätze, sind aber durch die knappe Niederlage gegen die SG 1883 Nürnberg-Fürth selber wieder richtig in Gefahr geraten. “Im Hinspiel haben wir uns gegen Weisendorf sehr schwergetan und hätten auch in der ersten Halbzeit schon zwei Tore kassieren müssen.” Allerdings stand am Ende des Spiels wie so oft die Null und vorne trifft auch meist ein Spieler des ehemaligen Bayernligisten.

Der ehemalige Defensivmann hat seiner Mannschaft ein Defensivgen eingeimpft.
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Die beste Defensive steht in Hersbruck

Erst 16 Gegentreffer hat die Mannschaft bisher kassiert und stellt damit die beste Defensive der Liga. Meist nicht spektakulär, aber sehr effektiv punktet der FCH und schiebt sich deswegen immer weiter nach vorne in der Liga. “Mir wäre schon ein 4:3-Sieg lieber als ein 1:0. Aber wir arbeiten als Mannschaft einfach unheimlich gut in der Defensive. Die Attraktivität liegt bei uns in der Verteidigung”, schmunzelt Stefan Erhardt am Ende und umgeht damit den Spruch: “Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften.” Denn für den Hersbrucker Trainer steht mit dem FC Herzogenaurach dank des großen Vorsprungs der Meister schon fest und dahinter rechnet Erhardt mit dem FSV Stadeln oder den beiden türkischen Mannschaften. Wenn der FC Hersbruck aber alles gewinnt, dann könnte auch eine vierte Mannschaft auf dem begehrten zweiten Tabellenplatz landen.

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Spielstenogramm

1. FC Hersbruck: Bauernfeind 1,3, Günther 2,2, Schneider J. 2,5, Bauerfeld 2,0, Bongers 2,5 (46. Ertel 2,7), Brüx 2,3, Dill M. 2,7, Mertel 2,7 (78. Hermann), Maas 2,3, Ascher 2,2, Schimpfhauser 2,7 (55. Kreuzer 2,8) / Schneider M., Friedrich Th., Weidinger, Herrmann
Tore: 1:0 Maas (53., Mertel)
Gelbe Karten: Schneider J. (42.), Ascher (58.), Bauerfeld (64.) / Bilici M. (54.), Takmak (79.) | Gelb-rote Karten: Schneider J. (78.) / - | Rote Karten: - / Kocak G. (67.)
Zuschauer: 120 | Schiedsrichter: Felix Lang (Jahn Schweinfurt)


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