Artikel veröffentlicht am 13.02.2018 um 12:00 Uhr
U19 der SG Lonnerstadt/Wachenroth: Die Jugendarbeit trägt kostbare Früchte
Für die SG Lonnerstadt ist es die zweite Saison in der U19-Kreisliga und wieder geht es nur um den Klassenerhalt. Trainer Steffen Kaiser ist optimistisch und sieht einige seiner Schützlinge bereits in der Ersten Mannschaft auflaufen. Er selbst hat ebenfalls ein kleines Comeback hingelegt.
Von Uwe Kellner
Großer Umbruch - jährlich

In der U19-Kreisliga steht das hintere Mittelfeld eng beisammen. Die SG Lonnerstadt/ Wachenroth steht zwar mit zehn Punkten auf dem fünften Tabellenplatz, allerdings trennen die Teams bis Platz zehn nur drei Punkte. Die halbe Liga befindet sich demnach im Abstiegskampf, womit Trainer Steffen Kaiser bereist vor der Saison rechnen musste. „Für uns ist es eher schwieriger geworden im Vergleich zur letzten Runde, weil wir neun oder zehn Abgänge in die Herrenmannschaften von Lonnerstadt und Wachenroth hatten", erklärt der Trainer, der die A-Jugend jetzt im zweiten Jahr trainiert. Dieser alljährliche Umbruch steht altersbedingt immer wieder an und ist in der Jugendarbeit ein normaler Vorgang. „Die Kunst ist es, jedes Jahr eine neue Mannschaft zu formen, aber das ist auch das Spannende an der Aufgabe." Drei oder vier Fußballer der aktuellen Mannschaft waren in der Vorsaison bereits Stammkräfte in der Kreisliga-Truppe und sind nun die Führungsspieler. Die Jungs aus der B-Jugend spielten dort zuletzt in der untersten Spielklasse, weswegen der Sprung in die A-Jugend für sie ein großer war. „Mittlerweile haben sie sich gut eingefunden", meint Steffen Kaiser.

Ein Bild aus der vergangenen Saison, als die U19 der (SG) TSV Lonnerstadt/ SV Wachenroth im Trainingslager war.
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Genügend Jugendspieler

Mit den Mitteln in Lonnerstadt ist das vorrangige Ziel stets der Klassenerhalt. „Andere Mannschaften wie Herzogenaurach oder Weisendorf haben einen Kunstrasen und insgesamt eine sehr gute Jugendarbeit. Das merkst du dann auch an der Qualität der Spieler. Wenn wir gegen technisch versierte Gegner spielen, müssen wir eben mit anderen Tugenden dagegen halten", erklärt Steffen Kaiser. In Lonnerstadt brauchen sie sich jedoch in puncto Jugendarbeit nicht verstecken. Von der F-Jugend bis zur A-Jugend sind alle Mannschaften besetzt. „Die Bedingungen hier mit unserem Sportgelände sind sehr gut. Es spricht sich mittlerweile rum, dass wir gute Jugendarbeit leisten." Vor allem nach der Auflösung der JFG Ebrach Aisch kam ein Schwung neuer Jugendspieler nach Lonnerstadt. „Viele Jungs kommen aus Höchstadt zu uns, weil es dort keine A-Jugend mehr gibt. Davon profitieren wir."

Und nicht nur die Jugendteams, sondern vor allem die Herrenteams sind die Nutznießer. „Es macht mich in gewisser Weise stolz, dass es drei Spieler aus meiner A-Jugend nach einer anfänglichen Findungsphase auf Anhieb zu Stammspielern in unserer Ersten geschafft haben", freut sich Steffen Kaiser. Paul Götz, Lukas Brezovski und Hugo Herzing kamen bereits zu zahlreichen Einsätzen. „Wir haben in Lonnerstadt ja sowieso eine brutal junge Truppe." Auch nach der laufenden Saison werden wieder vier Spieler zum TSV Lonnerstadt und zwei zum SV Wachenroth hinzustoßen.

Kleines Comeback des Trainers

Steffen Kaiser trainiert die U19 zusammen mit Jochen Paulus und die beiden schauen stets darauf, dass immer zumindest einer von beiden anwesend ist. In Bezug auf den Trainingsinhalt, sagt Steffen Kaiser, könne man in der A-Jugend bei den „ausgewachsenen Mannsbildern" bereits genauso trainieren, wie in einer Herrenmannschaft. „Zwischenmenschlich muss man ein wenig sensibler mit den Jungs umgehen", fügt er an.

Nach seiner schweren Knieverletzung hat Steffen Kaiser in dieser Saison sogar wieder selbst gekickt. Bei sechs Auftritten in der Lonnerstädter Zweiten traf er sieben Mal. „In den ersten Spielen hat das Knie ein wenig gezwickt, danach lief es eigentlich beschwerdefrei." Für die Erste wird es jedoch erstmal noch nicht reichen. „Da müsste ich dann ja trainieren und wäre insgesamt fünf Mal in der Woche am Fußballplatz", wiegelt der 31-Jährige ab. Vielmehr freut er sich, dass er auch in der Zweiten bereits mit Jungs zusammengekickt hat, die er in der letzten Saison und sogar in der aktuellen Runde trainiert beziehungsweise trainiert hat.

Das Ziel für die Rückrunde der U19 ist der Klassenerhalt. Zu diesem Zweck kommen ein paar langzeitverletzte Stammspieler zurück ins Team und Trainer Steffen Kaiser ist optimistisch, dass es dann mit dem Ligaverbleib klappt. Die Winterpause zieht sich jedoch noch ein wenig, denn das erste Spiel im neuen Jahr hat die SG Lonnerstadt/ Wachenroth aufgrund von Verlegungen erst nach Ostern.

Steffen Kaiser (re.) trainiert die U19 der (SG) TSV Lonnerstadt/ SV Wachenroth in der Kreisliga.
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Hintergründe & Fakten



Trainerstationen Steffen Kaiser

17/18
KL
 
16/17
KL
 

Tabelle Kreisliga U19

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
3
8
14:19
13
11
7
15:42
3
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit, Tore werden bei direktem Vergleich nicht berücksichtigt (wenn punktgleich: Entscheidungsspiel).

Saisonbilanz Steffen Kaiser

 
18/19
1
0
0
0
R
0
0
17/18
14
10
0
7
R
1
0
15/16
2
1
4
1
R
0
0
15/16
1
0
0
1
R
0
0
14/15
1
3
1
0
R
0
0
14/15
26
14
6
0
R
1
0
13/14
28
14
16
2
R
0
0
13/14
2
0
0
0
R
0
0
12/13
1
0
0
0
R
0
0
12/13
22
5
4
1
R
0
0
11/12
25
7
4
0
R
0
0
10/11
9
1
0
1
R
0
0
09/10
28
7
0
0
5
2
1
08/09
25
8
0
1
0
1
0
07/08
26
6
0
0
5
0
0
Gesamt
211
76
35
14
10
5
1

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