Artikel veröffentlicht am 07.12.2017 um 12:00 Uhr
Hallenturnier am Sonntag : FSV Weißenbrunn in der KK4 nur Mittelmaß
Trainer Alexander Pfarherr hätte sich eine Wiederholung des vierten Tabellenplatzes aus dem Vorjahr erwünscht. Allerdings steht sein Team zur Winterpause lediglich im Mittelfeld, ohne große Möglichkeiten nochmal vorne eingreifen zu können. Am Sonntag, den 10. Dezember steigt jetzt erst einmal ein gut besetztes Hallenturnier des FSV.
Von Uwe Kellner
Hallenturnier am Sonntag

Der FSV Weißenbrunn veranstaltet am kommenden Sonntag ab 10 Uhr ein Hallenturnier in der Sporthalle Diepersdorf. Teilnehmen werden der FC Amberg, SC Feucht, ASV Fürth, FC Bayern Kickers, SK Lauf U19, Tuspo Roßtal, FSV Weißenbrunn und die fussballn.de-Allstars. Gespielt wird mit Rundum-Bande und klassischen Hallenregeln. Bis auf dieses eigens ausgerichtete Turnier haben die Kicker des FSV Weißenbrunn in diesem Winter frei. „Letzten Winter haben wir viel in der Halle gekickt, allerdings war diese Saison aufgrund unseres dünnen Kaders viel intensiver und viele meiner Spieler waren ständig im Einsatz. Deswegen haben die Jungs bis zum Start der Vorbereitung am 10. Februar frei", erklärt Alexander Pfarherr, der Spielertrainer des FSV Weißenbrunn. Sollte ein Nachholspiel vor dem Rückrundenstart angesetzt werden, beginnt auch die Vorbereitung früher.

Keine Konstanz reingebracht


Der FSV Weißenbrunn hat am ersten Spieltag 5:0 gegen die SpVgg Neunkirchen-Speikern-Rollhofen gewonnen, hatte danach ein Wochenende frei und gewann danach erneut mit 1:0 gegen die SG am Lichtenstein. Danach hat es der Kreisklassist kein einziges Mal geschafft, einen Sieg zu bestätigen. Krass wurde es an den letzten Spieltagen, als sich Niederlage und Sieg wöchentlich abwechselten. Trainer Alexander Pfarherr macht diese Unkonstanz genauso wie die komplette Hinrunde am kleinen Kader und der entsprechend geringen Trainingsbeteiligung fest. Spieler müssen wegen Schichtdienst, Verletzungen oder sonstigem fernbleiben. „Wir haben einen Kader von 13 bis 14 Mann, da macht sich jeder Ausfall bemerkbar." Als Beispiel nennt der Trainer die 1:4-Niederlage gegen den TSV Rückersdorf. „Da haben wir in der Woche zuvor gegen den TSV Lauf mit 5:3 gewonnen, waren aber danach im Training vor dem Rückersdorf-Spiel nur jeweils sechs Mann. Logischerweise hatten wir dann keinen Auftrag."

Torwart Özgür Can ist nicht mehr regelmäßig da. Er hilft nur noch aus. Im Tor des FSV Weißenbrunn steht mit Christian Zeiß ein umfunktionierter Feldspieler.
anpfiff.info

Defensives Problem

Auffällig sind die vielen Gegentore des FSV Weißenbrunn. Aus 16 Partien resultierten 36 Gegentreffer, in der gesamten letzten Saison waren es nur 39 Stück. Beispielsweise verließ Willi Daffe den Verein, der die Hintermannschaft des FSV Weißenbrunn stabilisierte. Dazu kam Kaan Büyüknisan nach einer Verletzung gar nicht mehr und auch andere Spieler fielen teils verletzt aus. Darüber hinaus hat der Kreisklassist mit Christian Zeiß einen Feldspieler zum Torwart umgeschult, da der letztjährige Schlussmann Özgür Can nur noch aushilfsweise zur Verfügung steht. Alexander Pfarherr selbst, füllt die Lücken im Mittelfeld und steht ebenfalls nicht mehr in der Abwehrreihe, wie er es schonmal gemacht hat. All dies spielt in die schlechte Defensivstatistik mit hinein. „Wir müssen viele Tore schießen, wenn wir mal ein Spiel gewinnen wollen. Die Arbeit nach hinten ist bei uns allgemein nicht gut. Nach Ballverlusten im Mittelfeld sind wir sehr anfällig." Insgesamt hätte sich Alexander Pfarherr eine Wiederholung des letztjährigen vierten Tabellenplatzes gewünscht. „Wenn wir verletzungsfrei geblieben wären, wäre das vielleicht drin gewesen." Jetzt sind die vorderen bereits um einige Punkte voraus und haben zudem noch weniger Spiele absolviert wie der FSV Weißenbrunn.

Alexander Pfarherr sieht sein Ende

Transfers könnte es in der Winterpause geben. „Wir sind in Gesprächen, aber im Winter ist das immer ganz schwer", sagt Alexander Pfarherr. Er selbst hat im Sommer seinen Zweijahresvertrag in Weißenbrunn erfüllt und geht davon aus, dass sein Engagement beim Kreisklassisten dann enden wird. „Es schaut so aus, dass wir uns trennen werden", sagt der Spielertrainer nach den ersten Gesprächen mit dem Verein. „Es müsste sich Einiges ändern, damit ich bleibe." Zwar macht dem Trainer die Arbeit in Weißenbrunn grundsätzlich Spaß, jedoch gibt es zu viele Baustellen, an denen sich der Coach stört. „Die Leute hier sind alle super, aber es ist schwer für einen Trainer, wenn die Einstellung der Spieler fehlt und bei ihnen Fußball erst als Fünftes oder Sechstes hinter anderen Dingen angestellt wird. Es gibt zu viel, an dem man sich als Trainer aufreibt."

Alexander Pfarherr hat seinen Zweijahresvertrag am Saisonende erfüllt und wird den FSV Weißenbrunn dann, so wie es aussieht, verlassen.
anpfiff.info


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Hintergründe & Fakten



Tabelle Kreisklasse 4

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
14
43:18
35
2
14
37:22
32
3
14
32:16
29
4
14
34:22
28
5
13
38:13
26
7
13
30:23
22
8
15
30:24
22
9
14
41:36
22
10
13
33:25
20
11
15
26:26
20
12
15
27:45
14
13
16
18:42
14
14
14
24:33
12
15
13
13:51
4
Bei Punktgleichheit: Entscheidungsspiel

Bilanz FSV Weißenbrunn

Saison
Pl. 
Liga
2017/18
6. 
Kreisklasse 4 Erlangen-Pegnitzgrund
 
2016/17
4. 
Kreisklasse 4 Erlangen-Pegnitzgrund
 
2015/16
11. 
Kreisklasse 4 Erlangen-Pegnitzgrund
 
2014/15
4. 
Kreisklasse 4 Erlangen-Pegnitzgrund
 
2013/14
13. 
Kreisklasse 4 Erlangen-Pegnitzgrund
2012/13
14. 
Kreisliga 2 Erlangen-Pegnitzgrund
2011/12
2. 
Kreisklasse 5 Erlangen-Pegnitzgrund
2010/11
2. 
A-Klasse 9 Erlangen-Pegnitzgrund
2009/10
14. 
Kreisklasse 5 Erlangen-Pegnitzgrund
2008/09
13. 
Kreisklasse 5 Erlangen-Pegnitzgrund
 

Trainerstationen A. Pfarherr


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