SG Zabo Eintracht / Mögeldorf: Die Kreis (-klassen) wechslerinnen - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 14.10.2026 um 14:00 Uhr
SG Zabo Eintracht / Mögeldorf: Die Kreis (-klassen) wechslerinnen
Als in der Saison 2017/2018 mit „Ballbina kickt“ der Mädchenfußball bei der SpVgg Zabo Eintracht Nürnberg Einzug hielt, konnte wohl niemand ahnen, welch beeindruckende Entwicklung dieses zarte Pflänzchen nehmen würde. Aus diesen Anfängen ist inzwischen eine erfolgreiche und stetig wachsende Frauen- und Mädchenfußballabteilung entstanden. Heute spielen rund 80 Mädchen in vier Juniorinnenmannschaften des Vereins.
Von Matthias Kirchdörfer
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Einen vorläufigen sportlichen Höhepunkt erreichten die Zabomädels in der vergangenen Saison: Die U17 sicherte sich die Hallenbezirksmeisterschaft im Mittelfranken und belegte darüber hinaus einen hervorragenden dritten Platz in der Landesliga Nord.
Diese positive Entwicklung in den vergangenen Jahren zog folgerichtig auch immer mehr Frauen auf die Sportanlage an der Fallrohrstraße. Daher entschloss man sich zur Saison 2023/2024 gemeinsam mit den Zaunnachbarinnen der SpVgg Mögeldorf 2000, die bereits auf eine erfolgreiche Frauenfußballgeschichte zurückblicken konnten, zur Gründung der Spielgemeinschaft Zabo/Mögeldorf.

Neuer Trainer

Mittlerweile geht die SG in ihre vierte gemeinsamen Spielzeit. Seit einigen Wochen ist dabei ein neues Gesicht an der Seitenlinie zu sehen: Florian Kohl, der bereits in der vergangenen Saison als Co-Trainer an der Seite von Mustafa „Babo“ Hamzic tätig war, hat zur neuen Spielzeit die sportliche Verantwortung übernommen.Der Kontakt zur SpVgg Zabo Eintracht ergab sich über seine Tochter Luni, die zu Beginn der vergangenen Saison den Schritt von den U15 Jungs des SC Worzeldorf zur U17 Landesligamannschaft der Zabomädels wagte. Durch diesen Wechsel lernte Florian Kohl den Verein und dessen engagierte Frauen- und Mädchenabteilung um Abteilungsleiterin Tanya Rubenbauer kennen. Seine bisherigen Erfahrungen als Trainer sammelte Kohl beim SC Worzeldorf, wo er fast zehn Jahre lang im Jugendfußball aktiv war. Mit seiner Leidenschaft für den Fußball sowie seinem pädagogischen Hintergrund bringt er beste Voraussetzungen mit, um die erfolgreiche Entwicklung der Spielgemeinschaft fortzuführen und die Verzahnung von Nachwuchs- und Frauenfußball weiter voranzutreiben. Dass ihm die Förderung junger Talente besonders am Herzen liegt, zeigt sich bereits in der täglichen Arbeit. Neben seiner Tochter durften bereits mehrere Spielerinnen des Jahrgangs 2010 erste Erfahrungen im Frauenbereich sammeln und bei den Trainingseinheiten sowie im Spielbetrieb hineinschnuppern.

Die SG Zabo Eintracht / Mögeldorf blickt auf eine große Mädchen- und Frauenabteilung. 
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Neues Umfeld
 
„Ich sehe meine Aufgabe vor allem darin, die jungen Spielerinnen heranzuführen und einzubauen. Wir haben hier eine Altersspanne von fast 30 Jahren im Kader, das ist eine Herausforderung“, sagt Kohl. Mit dem 2009er-Jahrgang scheint das bereits gut zu gelingen. Zwei überzeugende Siege stehen nach den ersten beiden Saisonspielen zu Buche, die SG grüßt von der Tabellenspitze der Kreisklasse Erlangen/Pegnitzgrund. Ungewöhnlich, denn eigentlich wäre die SG im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe beheimatet.
„Wir haben das intern besprochen und uns dafür entschieden, nach Erlangen zu wechseln, mal etwas Neues auszuprobieren und vor allem nicht mehr so weit fahren zu müssen“, erklärt Kohl. Denn die teilweise langen Anfahrten zu Auswärtsspielen im Heimatspielkreis sorgten in der vergangenen Saison immer wieder für zahlreiche Absagen.

Neue Ziele

„Wir haben einen großen Kader, aber viele meiner Spielerinnen sind bereits Mütter und beruflich und familiär stark eingebunden. Wir arbeiten daran, dass wir ein bisschen Konstanz reinbringen.“ Dazu gehört auch ungewöhnliche Unterstützung: Beim letzten Auswärtsspiel gab es sogar eine Kinderbetreuung. Denn sportliche Ambitionen hat man bei der SG durchaus. „Na, einfach jedes Spiel gewinnen, das ist das, was wir wollen. Wer will das nicht?“, sagt Kohl und schmunzelt. Geklappt hat das bislang nicht nur in der Liga, sondern auch im Kreispokal. Mit 8:0 setzte sich die SG gegen den „Angstgegner“ ATV 1873 Frankonia Nürnberg durch. Lilja Böhm erzielte dabei einen lupenreinen Hattrick. Die Allrounderin ist Jahrgang 2009 und begann ihre fußballerische Laufbahn ausgerechnet dort, wo die Erfolgsgeschichte des Mädchenfußballs bei Zabo ihren Anfang nahm – bei „Ballbina Kickt“.

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