Zunächst im Jahr 2005 als reine Hobbymannschaft gegründet, messen
sich die Beach Boyz Waldkraiburg von Matthias Brandlmaier inzwischen
in der Beachsoccer-Bundesliga und qualifizierten sich im vergangenen
Sommer erstmals für das Final Four, das in einer eigens aufgebauten
2000-Mann-Arena am Strand von Warnemünde vor begeisternder Kulisse
ausgetragen wurde.
Außerdem ist der
44-Jährige inzwischen im sechsten Jahr Co-Trainer der deutschen
Beachsoccer-Nationalmannschaft. Während Nationen wie Italien,
Spanien, die Schweiz, Weißrussland oder Portugal beziehungsweise im
weltweiten Vergleich Uruguay, Japan, Haiti und insbesondere
Rekordweltmeister Brasilien längst zum Profi- beziehungweise
immerhin Halb-Profitum übergegangen sind, kicken die deutschen
Beachsoccer-Athleten weiterhin auf reinem Amateurstatus. „Es ist
jede Menge Talent vorhanden“, lobt Brandlmaier seine Schützlinge,
doch mit Berufstätigen und Studenten, die sich für einwöchige
Turniere und Trainingslehrgänge gesondert freinehmen müssen, ist
internationales Top-Niveau nicht zu erreichen. Für eine
Weltmeisterschaft konnte sich Deutschland daher bislang nicht
qualifizieren, beim jüngsten European Super Final im italienischen
Viareggio holte sich das bundesdeutsche Beachsoccer-Team jedoch einen
achtbaren achten Rang.