Artikel veröffentlicht am 11.01.2018 um 12:00 Uhr
Dreigestirn solls richten: JFG Waldstein will den Klassenerhalt schaffen.
Die U19 der JFG Waldstein ziert seit dem fünften Spieltag mit nur zwei Zählern das Tabellenende der Kreisliga Hof. Trotz der deutlichen Niederlagen ist man bei der Fördergemeinschaft aus dem FC Zell, ASV Stockenroth und FC Waldstein zuversichtlich, mit einem Dreigestirn auf dem Trainerposten das Ruder bis zum Saisonende noch rum zu reißen.
Von Maik Schneider
Das zehnte Jahr ihres Bestehens hat sich die JFG Waldstein und deren Stammvereine sich sicherlich anders vorgestellt. Das Flaggschiff, die U19 der Jugendfördergemeinschaft, steht zur Winterpause mit nur zwei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.  Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist enorm, trotz teilweise herber Niederlagen wie gegen die JFG Frankenwald. "Im Moment haben wir 15 Spieler auf der Liste, von denen wir mit den meisten Woche für Woche fest planen können. Leider haben wir noch einen Langzeitverletzten, bei dem wir nicht wissen ob er in der Jugend überhaupt noch einmal spielen kann." berichtet Melissa Moreth. Die ZwanzigJährige betreut die A-Jugend seit dieser Saison mit den beiden B-Jugendcoaches Philipp Wolf und Michael Seiler. Durch die Zusammenarbeit als Dreigestirn bot sich auch das Zusammenlegen der Trainingseinheiten von U19 und U17 an. Ein gesondertes Training der A-Jugendspieler ist aus zeitlichen Gründen nicht machbar, Auch der Trainingsfleiß in beiden Mannschaften lässt teilweise zu wünschen übrig. "Es sind meistens immer die Gleichen die unter der Woche den Weg zum Training finden." ist die Chefin wenig begeistert.

Zu dritt an einem Strang ziehen und somit den Karren aus dem Dreck holen. Mit Philipp Wolf, Michael Seiler und Melissa Meroth (v.l.) kümmert sich die junge Trainergeneration um die Kicker bei der U19.
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Kein Saisonstart nach Maß

Kein gutes Omen auf die Spielzeit gab schon die Vorbereitung - die fand nämlich nicht wirklich statt. Viele Spieler befanden sich zu dieser Zeit im Urlaub und auch der Trainer der Vorsaison, Bastian Schreiner, warf kurzerhand das Handtuch. So musste erst einmal eine Übergangslösung her und der Trainingsbetrieb begann erst einer Woche vor dem Punktspielbetrieb. In der aktuellen Saison läuft es dementsprechend nicht wirklich gut. Seit dem fünften Spieltag hat man die Rote Laterne der Kreisliga inne. Dabei starteten Waldsteiner nicht schlecht, denn mit zwei Unentschieden zu Saisonbeginn konnte man leben. Allerdings kam danach auch kein Zähler mehr dazu. "Leider hatten wir in einigen Spielen auch das Pech, das uns wichtige Spieler wegen Arbeit oder Krankheit fehlten. Wir haben dann unglücklich verloren, obwohl wir nicht die schlechtere Mannschaft waren." blickt Meroth zurück. Im Vergleich zu Mannschaften, die eine gute Vorbereitung und auch während der Saison eine gute Trainingsbeteiligung haben, merkte man dann sicherlich schon ein paar Unterschiede. "Trotzdem halten die Jungs gut zusammen und kämpfen immer wieder füreinander", ist ein Lichtblick zu erkennen. Das Ziel Klassenerhalt steht dennoch auf der Agenda des Trios ganz oben. Mit einer kleinen Serie wäre man sofort wieder im Geschäft. Für die Kicker der JFG wäre es natürlich perfekt, wenn sich ein erfahrener Mann als Trainer anbieten würde. "Wir suchen händeringend nach einem Trainer für unsere A-Jugend, der das Team im günstigsten Fall zur Rückrundenvorbereitung übernehmen kann! Auch wenn die Zusammenarbeit mit uns drei Verantwortlichen auf Anhieb geklappt hat." Melissa Moreth spielt zudem noch selbst in einer Damenmannschaft und auch Michael Seiler ist im Kreis ein bekanntes Gesicht. Neben der Jugendarbeit steht er beim Kreisligisten FC Waldstein zwischen den Pfosten. Ebenso der dritte im Bunde, Philipp Wolf, der bei der zweiten Riege des FC Waldstein kickt.

Bei der Hallenkreismeisterschaft knapp gescheiter, aber Mut für die Rückrunde getankt.
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Lichtblicke in der Halle


Die Waldsteiner U19 trat in der Winterpause bei der Hallenkreismeisterschaft an und schlug sich beachtlich. Nur knapp verpasste man den Einzug zum Finalturnier. Nach Siegen gegen die JFG Frankenwald, den FC Rehau und der JFG Region Döbraberg, war das Finalticket zum Greifen nah. Allerdings verloren die Kicker das entscheidende Spiel gegen den VfB Moschendorf knapp mit 1:2. Dennoch war beim Team keine Traurigkeit zu spüren. Mit Spaß am Fußball und diesem Lichtblick zum Ende des Jahres nimmt man die positiven Dinge mit ins neue Jahr. Mit einer besseren Vorbereitung auf die letzten 15 Spiele wird man das schier Unmögliche versuchen doch noch möglich zu machen. Kein Team in der Kreisliga hat weniger Spiele bestritten, als die JFG. Das könnte auch der große Pluspunkt bei den Schützlingen von Melissa Moreth sein. Man versucht immer neue Kicker für den Verein zu akquirieren "Mit neuen Spielern sieht es in der Region leider oft sehr schwer aus. Ab und zu bringt einer der Jungs einen Kumpel mit zum Training -  so kommen wir dann zu neuen Spielern." Aber aufgeben wird in der Mannschaft keiner, selbst wenn es mit dem Ziel Klassenerhalt nicht klappt. "Wir werden auf jeden Fall versuchen, dass die A-Jugend ihre Saison zu Ende spielen wird", benennt man die höchste Priorität im Verein.

Spannende Rückrunde

Auf Grundlage das die JFG Waldstein noch ganze acht Heimspiele hat und zudem die direkten Kontrahenten um den Klassenerhalt, wie SG Tirschenreuth, FC Rehau sowie die SG Selb 13 noch an den Fuße des Waldsteins reisen, ist das Trainergespann vorsichtig optimistisch. Man hofft, dass die Jungs die positiven Erlebnisse aus der Halle mit auf dem Fußballplatz nehmen, kicken können sie allesamt. Am Wochenende starten die Jungs mit dem Hallentraining und der Vorbereitung auf die Mammut-Aufgabe. Die Rückrundenvorbereitung wird organisierter ablaufen und es werden auch ein paar Vorbereitungsspiel eingeplant sein. Wenn der Wettergott mitspielt, startet die Mission der Waldsteiner mit dem Heimspiel am 17.03.2018, gegen den FC Rehau. Danach folgen weitere dreizehn Endspiele. Melissa Moreth sieht ihre Jungs gewappnet: "Spass am Spiel haben sie ja, da reißt sich einer für den andren den Arsch auf, das Manko ist eben wie gesagt die Trainingsbeteiligung." Aber vielleicht fühlt sich der ein oder andere ja in der Halle ein bisschen wohler, wenn es bei warmen Temparaturen mit den "Kumpels" zum Training geht.

Auch die Trainersuche ist bei der JFG noch nicht abgeschlossen. Sobald sich auf dieser Position etwas ändert, informiert anpfiff.info darüber. An Melissa Moreth ein Dankeschön für die Einblicke in die JFG Waldstein.

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