Artikel veröffentlicht am 16.10.2020 um 18:00 Uhr
Gegen den Trend: Frauenteams würden sich über Zuwachs freuen
Die Corona-eit war keine einfache Zeit für die Fußballerinnen und wie vor kurzem berichtet, haben sich doch einige Damenteams zurückgezogen. Aber es gibt auch die andere Seite, denn es gibt doch einige neue Mannschaften und weiterhin viele Teams die sogar eine Zweite ins Rennen schicken. anpfiff.info hat sich in den Kreisen Coburg, Kronach, Lichtenfels und Bamberg einmal genauer umgehört.
Von Mirco Schuberth
Zahlreiche Teams haben sich während der Corona-Zeit zurückgezogen und ihre Mannschaft abgemeldet. Einige Teams treten weiter an, haben aber hart zu kämpfen Woche für Woche eine Mannschaft zu stellen. Man darf nur hoffen, dass alle Mädels bis zur Winterpause und darüberhinaus ihren Vereinen die Treue halten und dann im Frühjahr wieder neue angreifen und auch die Spielerinnen, die aktuell nicht mehr kicken möchten, vielleicht doch wieder das Fußball spielen für sich entdecken. Die Ligen sind  schon teilweise dünn besetzt und so gibt es gerade in den unteren Klassen sehr wenige Spiele. Vielleicht gibt es auch hier Möglichkeiten, die Ligen aufzustocken, denn was würde bei den Damen gegen eine 14er oder 16er Liga sprechen, auch in den unteren Klassen. Natürlich sollte dort auch der regionale Gesichtspunkt immer berücksichtigt werden, aber eine Überlegung wäre es bestimmt wert.

Alle Frauenteams, egal in welcher Klasse, würden sich über zahlreiche Neuzgänge freuen.
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Es gibt auch zahlreiche neue Teams

Nachdem sich jetzt aber leider einige Teams zurückgezogen haben, gibt es aber auch die andere Seite, so haben sich in der Saison 2018/2019 die DJK/SC Mistendorf, der SV Gifting und der 1. FC 1928 Schwarzenbach/Saale neu angemeldet. Und auch in der Saison 2019/2021 und sogar während der Corona-Pause gibt es zahlreiche Neuanmeldungen. Der SV Gundelsheim, FC Thüngfeld, ATG Tröstau II, und die DJK Teuchatz II sind neu dazugekommen. Seit der Pause dann gibt es die neue Spielgemeinschaft TSV Plankenfels II/SV Kirchahorn II, hier ist Plankenfels neu dazugekommen. Auch der FC Wiesla Hof hat eine Mannschaft gemeldet in der Unterbrechung sowie der ATS Selbitz.

Dies zeigt, dass sich doch viele für den Damenfußball begeistern und man kann nur hoffen, dass es in allen Kreisen trotz Corona weiter bergauf geht und dass sich nicht noch mehr Mannschaften abmelden werden. Paradebeispiele gibt es natürlich einige. Allen voran natürlich der 1. FFC Hof, aber auch in anderen Regionen gibt es viele Mannschaften, die noch mit zwei Teams an den Start gehen, teilweise eigenständig oder eben mit einer SG und das ist auch gut so. Alle Mannschaften würden sich über viele neue Spielerinnen freuen, egal in welcher Liga die Teams spielen, Zuwachs ist immer willkommen.

Stimmen aus den Vereinen

Seit 22 Jahren rollt in Reitsch bereits der Ball für Frauen und Mädchen. Im Spieljahr 2009/2010 gingen die Frankenwälderinnen sogar mit insgesamt fünf Mannschaften in verschiedenen Altersklassen U13, U15, U17, Frauen I und II an den Start. Vom einstigen Boom sind aktuell noch drei Mannschaften übrig, die am Spielbetrieb teilnehmen. Während Frauen und U17-Juniorinnen im Kampf um die Meisterschaft ganz oben mitspielen, ist besonders die junge U15- Mannschaft das Aushängeschild des Vereins. "Wir sind ganz besonders stolz darauf, dass man wieder neue Spielerinnen auf den Platz bringen konnte, die immer mehr zum Team zusammenwachsen", sagt Janina-M Pfeiffer vom SV Reitsch (Bild). Mit verschiedenen Aktionen und Freizeitangeboten über den Spielbetrieb hinaus ist es gelungen, wieder ein paar mehr Mädchen für den Fußball in Reitsch zu begeistern: Eben „Gegen den Trend“ zu arbeiten sei das Ziel der Abteilungsleitung. "Sicher ist es nicht leicht, Mannschaften am Leben zu erhalten oder gar neu aufzubauen. Meist sind es individuelle Veränderungen, die ein ganzes Team ins Wanken bringen können und man steht schneller vor der Entscheidung abmelden oder weiterführen als einem lieb ist." Gleichwohl im derzeitigen Spieljahr die Kader relativ klein sind und große Verschiebungen in den Juniorinnen- Jahrgängen anstehen, blicken die Reitscherinnen dennoch positiv in die Zukunft. Eine erste Planungssitzung im September konnten die Verantwortlichen mit einer hoffnungsvollen Aussicht abschließen. Doch wie alles in diesen Tagen, hat dies nur Bestand, wenn Corona die Vereinsarbeit weitervoranschreiten lässt und nicht erneut unterbrochen werden muss. "Natürlich sind interessierte Mädchen aller Altersklassen jederzeit herzlich eingeladen, sich selbst unter Einhaltung der Hygieneregeln und nach voriger Anmeldung ein Bild von der Abteilung zu machen. Kontakt kann gerne über die Facebook-Seite hergestellt werden oder im Austausch mit Klassenkameradinnen, die bereits in Reitsch spielen. "

Lisa Kestler (Schwabthaler SV): "Auch wir sind natürlich offen für neue Gesichter und würden uns über jede neue Spielerin freuen. Vor allem unsere zweite Mannschaft könnte die eine oder andere neue Spielerin gut gebrauchen. Bei uns in der Ersten läuft es aktuell relativ gut, auch wenn wir zuletzt ein Spiel verloren haben. Davor konnte wir, trotz Verletzungsproblemen, durch den nötigen Kampfgeist unsere Spiele gewinnen und in der Corona-Pause konnten wir sogar eine neue Spielerin dazugewinnen. Also wer sich uns anschließen möchte, kann dies gerne tun. Wie gesagt, wir freuen uns über jedes neue Gesicht."

Lisa Sommer (Spvgg Germania Ebing): "Zur Trainingsbedingung muss ich sagen, die ist bei uns wirklich bombastisch. Wir haben selten unter 20 Leute. Bei uns ist es so dass wir, also erste und zweite Mannschaf,t zusammen trainieren und wir auch größtenteils beide Trainer dabei haben, so dass dann während des Trainings aufgeteilt wird, die eine Hälfte macht die eine Übung, die andere die zweite und dann wird durchgetauscht. Am Ende spielen wir dann auch meistens gemischt gegeneinander. Auch fast immer elf gegen elf. Ich finde halt persönlich, dass der Verein mehr hinter den Frauen stehen sollte. Ich meine, so wie es in Ebing ist, kann man sich wirklich nicht beklagen. Aber ich kenne auch andere Vereine, wo es eben nicht so ist und dann fehlt einem einfach die Lust und da liegt, denke ich, das Problem. In manchen Vereinen spielen oder spielten die Damenmannschaften um einiges höher als die Herren und was ist passiert? Die Herren bekommen trotz Abstiegsplatz in der A-Klasse alles und die Frauen trotz Bayernliga mit gutem Ergebnis eben nichts. Siehe Drosendorf, zu besten Zeiten Regionalliga, jetzt leider nichts mehr. Ich denke, hier muss von den Vereinen selbst und auch vom BFV mehr kommen, so dass die kleinen Mädels schon gut gefordert und gefördert werden. Ansonsten würden natürlich auch wir uns über jede neue Spielerin sehr freuen."

Julia Fellisch (Spvg Eicha): "Wir haben wirklich eine sehr gute Trainingsbeteiligung, bei Wind und Wetter kommen die Mädels zum Training und wir sind selten unter 18 Spielerinnen und können auch oft elf gegen elf spielen. Auch bei der Spielgemeinschaft mit Einberg läuft es sehr gut. Da sind wir in unserer ersten Saison und wir verstehen uns wirklich gut und auch sportlich läuft es. Bei der ersten Mannschaft zeigt der Trend auch wieder nach oben. Wir haben viele junge Spielerinnen dazubekommen, die von Spiel zu Spiel immer besser werden. Auch haben sich immer wieder einmal neue Spielerinnen angeschlossen und sich bei uns super integriert. Über weiteren Zuwachs würden wir uns natürlich sehr freuen. Das gilt auch für unsere U15-Juniorinnen, die fleißig trainieren und natürlich auch jede Spielerin brauchen. Vielleicht gelingt es uns ja in Zukunft auch wieder eine U17 zu stellen."

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bedankt sich bei allen Gesprächspartnerinnen und wird im Laufe der Zeit weitere Stimmen aus anderen Ligen einholen.



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