Artikel veröffentlicht am 06.10.2017 um 12:00 Uhr
FSV-Junioren mit Schwung: Rudi Weber: "Luft nach oben gibt es immer"
Mit zwei Siegen in den letzten beiden Partien dürfen sich die U19-Kicker des FSV Bayreuth derzeit nach oben orientieren. Dabei kommt ein Nachwuchsmann, der bereits drei Landesligaeinsätze hinter sich hat, jetzt erst wieder nach Verletzung zurück. Allerdings gilt es zunächst, in Memmelsdorf zu bestehen, weil anschließend der hohe Ligafavorit seine Visitenkarte in der Wagnerstadt abgibt. 
Von Hans-Jürgen Wunder
Der Übergang von Tilo Seebach zu Rudi Weber ging fließend, nachdem der neue Mann schon vorher die B-Junioren trainiert hatte und damit den Verein bestens kennt. Nicht ganz so einfach war es, eine schlagkräftige Einheit für die neue Saison zu formen. "Natürlich braucht es seine Zeit, den jüngeren und den älteren Jahrgang wieder zusammenzuführen. Aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg", so der 61-Jährige. Dabei kann er auf einem breiten Kader zurückgreifen, denn es gibt auch eine zweite Mannschaft, die in der Kreisgruppe 3 Bayreuth-Kulmbach an den Start gegangen ist und von Jugendleiter Jürgen Bauer betreut wird. 

Kurzes Saisondebüt: Julian Ollet (vorne) erzielte in Thurnau zwar den ersten Saisontreffer, musste aber wenig später verletzt raus.
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Magerer Auftakt

Der Start bei der benachbarten JFG Maintal-Friesenbachtal war für die Weber-Elf verheißungsvoll. Schon nach wenigen Minuten gelang  Julian Ollet die FSV-Führung. Danach kam aber sowohl für den Torschützen als auch für seine Mannschaft die Ernüchterung. "Julian hat nach seiner muskulären Verletzung wohl wieder zu früh angefangen. In den letzten Wochen musste er wieder pausieren. Gerade beginnt er aber wieder mit dem Lauftraining. Als nächstes kommen dann die schnellen Antritte. Wir werden uns jetzt aber sicherlich die Zeit nehmen, die diese Verletzung eben einmal braucht", lässt der Übungsleiter wissen. Sicher ist, dass der ehemalige Altstädter, der gegen Sonnefeld, Mitterteich und Selbitz bereits bei den Herren reingeschnuppert hatte, nicht verheizt werden soll. Ohne ihn lief es dann zunächst eher suboptimal. Zunächst folgte der Ausgleich in Thurnau und dann eine deprimierende 2:4-Heimpleite gegen die JFG Luisenburg. Doch das hat die Nachwuchsmannschaft des Fusionsvereins nicht umgeworfen. "Am Anfang waren wir etwas gehemmt und übernervös. Aber wir sind nach den ersten beiden Begegnungen ruhig geblieben und es gab auch keine Diskussionen", so der erfahrene Coach. Und zum Auswärtsspiel beim Aufsteiger SG TSV Neukenreuth griff man tief in die Taktikkiste. "Da hatten wir unwahrscheinlich hoch gepresst. Die Viererkette stand bereits an der Mittellinie." Damit erwischte man den Neuling auf dem falschen Fuß und nach dem klaren 5:0-Sieg konnte sich Weber mit seinen Schützlingen über einen weiteren positiven Aspekt freuen. "Bei uns gab es völlig  unterschiedliche Torschützen. Das freut mich. Denn dass wir keinen echten Goalgetter haben, ist ein großer Vorteil - dadurch sind wir ganz schwer auszurechnen."

Auch FSV-Kapitän Mert Tekelioglu (re.) konnte sich in Neukenreuth in die Torschützenliste eintragen.
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Große Flexibilität

Normalerweise trainiert die erste und zweite U19-Mannschaft des FSV am gleichen Tag, auch wenn bei den Übungen oft getrennt wird. Das ermöglicht Rudi Weber, die Kicker aus dem zweiten Glied im Blick zu behalten.  Denn gerade auf der Bank wird regelmäßig rotiert, um möglichst viele Jungfußballer an das Bezirksoberliganiveau heranzuführen. "In Neukeunroth hat etwa unser Keeper Jonas Nüssel gefehlt. Aber Vertreter Darko Petrovic hat seine Sache hier wirklich gut gemacht", lobt der Trainer den Bruder des Landesligatorwarts. Auch taktisch fährt man mehrgleisig. "Wir orientieren  uns da sehr stark am Gegner. Das erfordert große Flexibilität. Aber wir wollen im Zentrum in jedem Fall gut stehen", verrät Weber. Eine wichtige Rolle im zentralen Mittelfeld spielt dabei Spielführer Mert Tekelioglu, der ebenfalls bereits Herreneinsätze hinter sich hat und zugleich Dirigent und Taktgeber ist. "Was mich stört, ist, dass wir für meinen Geschmack noch zu viele Gegentore bekommen", nimmt Weber kein Blatt vor dem Mund. Gerade gegen Münchberg sah es deshalb am letzten Wochenende nach 0:2-Pausenrückstand nicht gut aus. Doch Steffen Müller, Johannes Auer, Hannes Schreiber und Max Degele drehten die Partie nach der Pause, so dass sich die Bayreuther jetzt nach oben orientieren können. Mit dem Auftritt in Memmelsdorf und gegen Ex-Landesligisten FC Coburg gibt es jetzt zwei echte Härtetest, die aufzeigen, wo man sich in nder Liga verorten muss.  Viel dürfte künftig allerdings davon abhängen, inwieweit die Leistungsträger Mert Tekelioglu und Julian Ollet zusätzlich bei den Herren gebraucht werden. "Die A-Jugend hat ganz klar Priorität. Aber die Jungs sollen natürlich an die Mannschaft herangeführt werden. Wir sprechen deshalb von Woche zu Woche  ab, wann sie dort mittrainieren und spielen sollen."       

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Bilanz FSV Bayreuth

Saison
Pl. 
Liga
2017/18
7. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2016/17
6. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2015/16
6. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2014/15
7. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2013/14
2. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2012/13
11. 
Landesliga Nord
2011/12
1. 
Bezirksoberliga Oberfranken
2010/11
2. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 


Bilder-Galerie


Steckbrief R. Weber

Alter
62
Geburtsort
Heide
Wohnort
Bad Berneck
Familie
verwitwet, 2 Kinder
Größe
178 cm
Gewicht
80 kg
Beruf
Technischer Leiter
Hobbies
Fußball, Marathon
Starker Fuß
Rechtsfuß
Lieb.-Position
zentrales Mittelfeld ("10er")
Erfolge
3. Platz im Super-Marathon

Nächste Spiele FSV Bayreuth

Sa. 07.10.2017 15:00 Uhr
Sa. 14.10.2017 16:00 Uhr
H - FC Coburg (1.)
Sa. 21.10.2017 16:00 Uhr
Sa. 28.10.2017 16:00 Uhr
Sa. 04.11.2017 14:00 Uhr
A - SG Regnitzlosau (10.)
In Klammern aktuelle Tabellenplatzierung

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