Lucas Seidel (weiß) erwischte einen Sahnetag im Hinspiel und möchte gegen Gebenbach zu.alter Stärke zurückzufinden.
Maik Schneider
SpVgg Bayern Hof
Stückweit Geschichte schreiben, auf der "alten" Grünen Au
„Mit etwas Wehmut habe ich zum letzten Mal die Kabine für die Spieler so eingerichtet, damit sie sich wohlfühlen“, berichtet Teammanager Waldemar Bärwald darüber, dass die Spieler Abschied nehmen müssen vom in die Jahre gekommenen Kabinentrakt. Ein Bereich, in dem schon zu Zweitliga-Zeiten die Spieler sich aufs Spiel vorbereiteten. Am Samstag endet diese Geschichte.
Allerdings soll der Charme der Grünen Au auch mit der Sanierung nicht verloren gehen. So kündigte Präsident Tim Wonsack bereits an, dass sich der Neubau des Tribünengebäudes am alten orientieren soll. Man sei im Austausch mit dem Architekten. Der stilistisch so einprägsame Spielertunnel auf den Rasen soll in ähnlicher Form erhalten bleiben.
Und da dieses Heimspiel dann doch etwas Besonderes ist, wollen die Hofer Bayern auch standesgemäß Abschied vom jahrzehntelang gewohnten Bild der Grünen Au nehmen – möglichst mit einem Heimsieg. Damit würden die Hofer auch ein turbulentes, aber sportlich höchst erfolgreiches Jahr mit einem Heimsieg beenden. Auswärts steht am kommenden Freitag noch die Partie beim SC Eltersdorf an, ehe die Mannschaft in die Winterpause darf.
Gewiss dürfte allerdings schon jetzt sein, dass eine Wiederholung des 7:1 so gut wie ausgeschlossen ist. Die DJK Gebenbach vom August war eine völlig andere als die im November 2025. Seit September amtiert der ehemalige Eichstätter Erfolgscoach Dominic Rühl in Gebenbach an der Seitenlinie, nachdem Markus Kipry sein Amt niedergelegt hatte. Rühls erster Schritt war es, das Team defensiv zu stabilisieren. Gewissermaßen rührte er den Beton an bzw. brachte schnell Ordnung ins Defensivspiel. Denn die Bilanz ist beeindruckend: In sechs Spielen mit dem 40-Jährigen als Coach kassierte Gebenbach nur drei Gegentore, vier Spiele in Folge nach seinem Amtsantritt blieb das Team sogar komplett ohne Gegentreffer. Insgesamt war das 1:7 wohl ein heilender Schock für die Oberpfälzer: In den elf Spielen, die nach dem Debakel folgten, musste Gebenbach insgesamt nur sieben Gegentreffer hinnehmen. Ausgerechnet sieben.
Daher weiß auch Hofs Coach Henrik Schödel, dass es am Samstag ein völlig anderes Spiel werden wird als noch im Sommer – und das nicht nur aufgrund der Temperaturunterschiede. Man dürfe sich keinesfalls vom Hinspiel blenden lassen, warnt er. „Sie haben einen neuen Trainer, gehen wesentlich aggressiver zur Sache. Wir hatten damals einen Sahnetag, an dem alles geklappt hatte, bei denen ging alles schief.“ Und nur so sei dieses klare Ergebnis zustande gekommen.
Aufgebot letztes Spiel SpVgg Bayern Hof (DJK Gebenbach, 22.11.2025):
Kycek L. 2,6,
Scherbaum 2,6,
Pöhlmann 2,6 (87.
Hofmann),
Hamann J. 2,3,
Schubert 2,6,
Weiß 2,1,
Gezer K. 2,7,
Durkan 2,6,
Tittmann 2,3 (79.
Frank),
Stadelmann N. 2,4,
Seidel L. 2,6 (65.
Hertel 2,6) /
Kauer,
Guyon,
Skrabalek,
Göldner,
Vollert
Expertentipp von Maik Schneider
3:1