Die Nachwuchsteams schafften zu Beginn jeweils einen Sieg. Dabei nutzten die Prellmühler beim 3:1-Erfolg gegen die JFG Stiftland zunächst ihre Chancen nicht und mussten am Ende sogar noch etwas zittern. Anschließend ging die Harrison-Elf allerdings im Leitenbachtal mit 2:8 unter und war deshalb bemüht, nach der Klatsche eine Reaktion zu zeigen. Dagegen hatten die Hofer erst eine Partie absolviert. In Münchberg taten sich die Saalestädter zwar zunächst recht schwer, landeten dann aber doch einen klaren 4:1-Sieg und durften hoffen, um den Aufstieg in die Landesliga mitzuspielen. Dazu war allerdings ein Dreier in der Wagnerstadt notwendig. Zumindest von der Anzahl der Wechselspieler waren die Saalestädter klar im Vorteil.
Klarer Kopfballsieger: Nico Larkow (li.) gegen Nico Georgius.
Hans Wunder
Die Gäste begannen mit ihrem Pressing recht druckvoll und schürten die Bayreuther gleich ein. Einziges Problem: Trotz dicker Luft im FSV-Strafraum ergab sich keine klare Einschusschance. Als sich die Prellmühler etwas befreien konnten, setzte Edin Maxhuni den Freistoß aus 20 Metern zu hoch an. Freilich bestimmten die Saalestädter weiterhin klar die Partie, verzeichneten viel Ballbesitz und gefährliche Aktionen, waren aber im Abschluss zu hippelig und ungenau. SpVgg-Stürmer Arda Keles traf das Leder aus halbrechts erst nicht richtig und setzte dann seinen Heber knapp über den Kasten. "Leider waren wir hier zu fahrlässig und unkonzentriert", bedauerte der Hofer Trainer Florian Schlegel, der gleich eine bittere Pille schlucken musste. Denn die Platzherren waren bei ihren Kontern brandgefährlich. Kerem Aydir scheiterte zwar noch am Torwart, nachdem er sich robust durchgesetzt hatte. Aber den Abpraller musste Edin Maxhuni aus zwei Metern nur noch zum 1:0 (27.) einschieben. Der Treffer stellte zu diesem Zeitpunkt den Spielverlauf etwas auf den Kopf. Eine Minute danach schnupperte der Gast am Ausgleich, aber der Flachschuss von Luca Hofmann wurde entschärft und Luca Kauer verfehlte wenig später aus fünf Metern den leeren Kasten. Deutlich besser machte es Dimitrios Sommerer, der kurzfristig in die Mannschaft gerutscht war. Zunächst scheiterte der Bayreuther zwar noch aus halbrechter Position, doch dann zielte er genauer und traf zum 2:0 (39.) ins linke Eck. Der Gästecoach musste anschließend in der Kabine erst einmal beruhigend auf einige Akteure einwirken, von denen einer schon das Trikot ausgezogen hatte.
Ständiger Gefahrenherd: Edis Maxhuni (in rot).
Hans Wunder
Die Hofer Jungs kamen mit neuer Zuversicht und frischem Schwung aus der Kabine und belohnten sich schnell. Aber nach dem Flachschuss von Arda Keles zum 2:1-Anschlusstreffer folgte die nächste Ohrfeige im Gegenzug. FSV-Angreifer Edin Maxhuni hatte eigentlich die schlechtere Position, setzte sich aber im Zweikampf geschickt durch und stellte mit dem 3:1 (49.) den alten Abstand wieder her. Und es kam noch schlimmer für die Gäste, die das hohe Tempo nicht mehr ganz halten konnte. Nach einer Überzahlsituation markierte Dimitrios Sommerer aus halblinker Position sogar das 4:1 (72.). "Danach müssen wir eigentlich den Deckel drauf machen", meinte FSV-Coach Tyree Hutchinson und dachte besonders an die Chance seines Kapitäns Kerem Aydon, der bei seinem Heber aus 30 Metern den leeren Kasten verfehlte. So kamen die Saalestädter noch einmal zurück, nachdem Luca Hofmann, der zunächst nur die Latte getroffen hatte, einen Strafstoß zum 4:2 (81.) verwandelt hatte. Zumal den Gastgebern nun merklich die Kräfte schwanden. Als dann Marlon Gasparetto gar den 4:3-Anschlusstreffer markierte, waren die Hofer endgültig heiß gelaufen. Und nachdem Luca Kauer die Kugel schulmäßig mit der Brust angenommen und volley zum 4:4 (87.) im linken Eck versenkt hatte. "Wir spielen all in" forderte der Gästecoach, ehr als Strafraumgetümmel sprang nicht mehr heraus. Und auch die Prellmühler setzten noch einen gefährlichen Konter. "Aber wenn du vier Tore kassierst, kannst du im Normalfall kein Spiel gewinnen", ärgerte sich Florian Schlegel etwas.
Am Ende wird Kerim Aydin (re.) im letzten Moment gestoppt.
Hans Wunder
"Am Ende hat man gesehen, dass etwas Fitness gefehlt hat", beklagte der FSV-Trainer. Für seine Truppe dürfte es darum gehen, die Bezirksoberliga zu halten. Zumindest konnten die Prellmühler mit dem Remis die Auswärtspleite vergessen machen. Dagegen müssen sich die Hofer noch steigern, wenn die vorne mit angreifen möchten - zu viele Abwehrfehler und zu wenig Kaltschnäuzigkeit im Sturm hätten fast die erste Niederlage eingebracht..
Spielbericht eingestellt am 20.09.2025 22:48 Uhr