Artikel vom 09.06.2026 06:00 Uhr
In der jüngeren Vergangenheit hatte der SV Seybothenreuth wenig mit der Kreisliga zu tun. Trotzdem war der Aufstieg der Kicker von Trainer Sebastian Höreth alles andere als glücklich oder zufällig. Von Beginn an dominierte die Truppe mit einer guten Mischung zwischen alten Hasen und jungen Wilden die Liga und ließ sich auch nicht von der einzigen Niederlage beeindrucken.
Nach dem Aufstieg in die Kreisklasse 2017 konnte sich Seybothenreuth in der Liga behaupten. Auch wenn es mitunter knapp war und das Team zwischen 2021 und 2023 gleich zweimal in die Relegation musste, sich dort aber souverän behauptete. Zuletzt durften sich die Seybos mit zwei guten Mittelfeldplätzen aber eher nach oben orientieren. Und konnten auf einen weiteren Schub hoffen. Denn nicht nur die Konstellation mit dem höherklassig erfahrenen Trainer Sebastian Höreth und seine kickenden Co-Trainer Maximilian Ströbel und Steven Hofmann, die ebenfalls in höheren Ligen schon die Fußballstiefel geschnürt hatten, war erfolgsversprechend. Auch die zahlreichen Talente vom U19-Bezirksoberligisten SG Kirchenlaibach, bei der die eigenen Talente den Feinschliff erhalten hatten, werteten den Kader in Breite und Tiefe auf. Bei zehn Neuzugängen musste das dreiköpfige Trainerteam aber zunächst viel Intergrationsarbeit leisten.
Auf Robin Strömsdörfer (re.) war Verlass. Der Stürmer holte sich mit dem Weidenberger Niklas Niebe die Torjägerkrone.
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Torreiches Gipfeltreffen
Der Start mit dem 1:0-Arbeitssieg im Derby gegen den TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf 2 durch einen verwandelten Strafstoß war vielleicht etwas mühevoll. Aber danach nahm die neuformierte Truppe Fahrt auf, auch wenn von einer Dominanz gegenüber der Konkurrenz noch nichts zu spüren war. Gegen die Eintracht aus Bayreuth teilte man sich die Punkte (1:1) und gegen den TSV St. Johannis Bayreuth setzte es sogar eine 3:5-Heimnniederlage. Freilich wirkte die Heimpleite wie ein Brandbeschleuniger im positiven Sinne. Denn eine Woche später wurde der Vorjahreszweite SV Schreez mit 6:0 regelrecht deklassiert und mit neun Siegen in Folge setzte sich die Höreth-Elf bis zur Winterpause an der Spitze schon etwas ab.
Absolvierte die meisten Spiele: Co-Trainer Steven Hofmann (re.) stand 26 Mal auf dem Platz.
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Erfolgreiche Revanche
Nach dem Jahreswechsel erwartete den Tabellenführer gleich eine heikle Aufgabe beim FC Eintracht Bayreuth, der aber mit dem 2:2-Remis gut leben konnte, zumal der Ausgleich erst tief in der Nachspielzeit fiel. Freilich hatte die Mannschaft inzwischen viel Sebstverterauen gesammelt, um auch bei schwierigen Aufgaben zu bestehen. Gegen die Weidenberger setzte sich die Höreth-Elf zweimal durch und konnte relativ entspannt zum Gipfeltreffen zu den Kanzern reisen. Bei englischem Wetter reichte der frühe Freistoßtreffer von Robin Strömsdörfer, um die Weichen auf Titelgewinn zu stellen. "Arbeitssieg beschreibt es ganz gut. Trotzdem war der Dreier verdient und wenn wir unsere Konterchancen besser nutzen, ist es vorzeitig entschieden", meinte Trainer Sebastian Höreth nach dem 1:0-Sieg. Jetzt war der Weg nach oben frei und die Seybothenreuther packten die Gelegenheit beim Schopf und machten mit dem 2:0-Sieg beim FSV Bayreuth 2 den Deckel in Sachen Meisterschaft drauf.
Aufmerksame Abwehrarbeit, wie hier von Theo Oswald (re.). Die Seybos kassierten die mit Abstand wenigsten Gegentreffer.
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Kapitän der erfolgreichen Mannschaft war Fabian Benker, während Robin Strömsdörfer zum besten Torschützen (25 Treffer) avancierte und sich zusammen mit seinem Sturmpartner Maximilian Ströbel auch als bester Vorbereiter hervortat. Dessen Kollege als Co-Trainer, Steven Hofmann, absolvierte die meisten Einsätze und lief bei 26 von 28 möglichen Spielen auf.
Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft und viel Glück in der neuen Serie.