Artikel vom 07.06.2026 06:00 Uhr
Auch wenn die Mannschaft von Thomas Moder als heißer Titelkandidat gehandelt wurde, nachdem sie im Vorjahr nur knapp am Aufstieg scheiterte: Eine derart souveräne Spielzeit hätten den Frankenpfälzern nur wenige zugetraut. Von Beginn bis zum Ende dominierten die Kirchenlaibacher die Liga.
"Wir haben eine junge Mannschaft und sind breit aufgestellt", meinte Trainer Thomas Moder zu Beginn seiner sechsten Saison beim TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf. Auch wenn die ständigen Auswärtsspiele und letztlich das Auscheiden in der Relegation der Vorsaison zermürbend waren, hinterließen sie keinerlei negative Auswirkungen. Im Gegenteil: Es schien fast, als hätte die entscheidende Niederlage bei Union Selb den Erfolgshunger der Frankenpfälzer angestachelt. Jedenfalls startete die Mannschaft mit drei Siegen ohne Gegentreffer, bis klar wurde, dass es dann doch nicht so leicht werden würde. Nach der Niederlage bei den Eisenbahnern in Neuenmarkt (0:2) war eine Standortbestimmung schwierig - war die Moder-Elf nur eine von mehreren Aufstiegsanwärtern oder ein echtes Spitzenteam? Diese Frage war auch im weiteren Vorrundenverlauf nur schwer zu beantworten. Zwar leisteten sich die Kirchenlaibach bis zur Winterpause keinen Ausrutscher mehr und das Remis in Motschenbach unterbrach nur kurz die Serie von Siegen. Aber diese fielen fast immer recht knapp aus. Freilich schlug der Spitzenreiter dabei reihenweise die Verfolger, den TSV Neudrossenfeld 2 (3:1), den SV Heinersreuth (2:0) und nahm schließlich auch gegen Neuenmarkt (1:0) erfolgreich Revanche.
Torjäger vom Dienst: Maneul Brehm (in rot) lochte 29 Mal ein.
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Große Konstanz
Bekanntlich werden in der Rückrunde ja die Karten neu gemischt. Und die schienen für den Klassenprimus nicht besonders gut auszufallen. "Wir hatten mit widrigen Trainingsbedingungen zu kämpfen und teilweise war eine Eisplatte auf dem Platz. Wir sind deshalb öfters nach Immenreuth ausgewichen", verriet der Trainer, der sich beim Rückrundenstart zunächst etwas verwundert die Augen rieb. Denn in Engelmannsreuth führten die Gastgeber zur Pause mit 2:0. "Aber wir waren trotzdem nicht schlecht und ich kenne ja meine Mannschaft. Schimpfen hilft da nichts", meinte Moder mit der Zuversicht des Tabellenführers. Am Ende gewannen seine Jungs sogar noch recht deutlich mit 5:2 und starteten eine Siegesserie, die bis in den Mai reichte. Und nun wurden die Ergebnisse mitunter recht deutlich, während die Konkurrenz schwächelte. Die Neudrossenfelder verloren in Bischofsgrün und die Heinersreuther hatten éin Zwischentief zu überstehen, holten in fünf Spielen nur fünf Punkte. Damit war für den TSV-Kichenlaibach-Speichersdorf der Weg zum vorzeitigen Titel frei. Mit einem klaren 4:0-Erfolg gegen den TSV Donndorf-Eckersdorf setzte sich der Spitzenreiter die Krone auf, mit nur zwei Niederlagen und einen Untschieden in 30 Spielen. Unter dem Strich ein würdiger Meister, der frühzeitig alle Zweifel erstickte und jetzt nach vier Jahren wieder Bezirksliga spielen darf.
Auf gehts für die Kirchenlaibacher in die Bezirksliga.
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Bester Torschütze der Moder-Elf war Manuel Brehm mit 29 Treffern. Insgesamt schossen die Frankenpfälzer die meisten Tore (83) und kassierten die wenigsten Gegentreffer (19). Alle Partien absolvierte Jannik Gebhardt und Nils Ziegler.
Herzlichen Glückwunsch zum Titelgewinn und viel Glück in der neuen Serie.