Artikel vom 18.07.2026 19:00 Uhr
UPDATE Am Dienstagabend ging der erste Spieltag in der Landesliga Nordwest weiter. Der FC Bad Kissingen empfing den TSV Abtswind - und machte den zum engsten Favoritenkreis zählenden Kräuterdörfern das Leben schwer. Zu Zählbarem reichte es aber nicht. Abtswind setzte sich mit 1:0 durch.
Das goldene Tor des Abends gelang für das Team aus dem Landkreis Kitzingen dabei Michael Herrmann. Der 34-jährige Routinier, eigentlich ein Defensivspezialist, war bei einer Ecke mit nach vorne gegangen und köpfte ein (35.). Es sollte der Siegtreffer sein. Auch deshalb, weil Bad Kissingen im Abschluss das Fortune fehlte. Christian Herrlein oder Luka Maric besaßen gute Möglichkeiten, scheiterten aber knapp. Auch aus einer Zwei-Mann-Überzahl - Benjamin Desic (Gelb-Rot) und Niklas Rückel (Rot) mussten das Feld in der Nachspielzeit nach Foulspielen vorzeitig verlassen - konnten die Kurstädter keinen Nutzen mehr ziehen. Die Spielzeit war schlicht schon zu weit fortgeschritten. Somit durfte Abtswinds neuer Coach, Ex-Profi Adam Jabiri, einen gelungenen Einstand feiern.
Zweimal unentschieden am Sonntag,
Eisingen punktet dreifach
Punkteteilungen gab es am Sonntag
zwischen dem TSV Mönchröden und der DJK Hain sowie zwischen dem TuS
Frammersbach und der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach. Während in
Mönchröden beide Teams beim 1:1 immerhin einmal jubeln durften, gab
es in Frammersbach gar keine Treffer zu sehen. Die „Mönche“
waren durch Oktay Sevims Treffer zunächst ins Hintertreffen geraten
(34.), nutzen aber aus, dass sich die Gäste offenbar zu lange über
die Führung freuten. Lukas Köhn konnte für die Oberfranken
schließlich postwendend ausgleichen.
Optimal lief's zum Auftakt für den TSV
Eisingen, der mit 2:0 gegen Aufsteiger TSV Aubstadt 2 siegte. Dabei
profitierten die Platzherren von einem frühen Eigentor des
Aubstädters David Ritter (5.). Fabio Volderauer baute den Vorsprung
nach einer guten halben Stunde schließlich aus und sorgte damit
schon für den Endstand. Eine Rote Karte für Aubstadts Julius
Reichert rundete den aus Gäste-Sicht unglücklichen Nachmittag ab
(85.).
Die Glücklichen des Samstags
Siege durften an Spieltag eins am Samstag derweil auch die FT Schweinfurt, der TSV Karlburg und die SpVgg
Hösbach-Bahnhof feiern. Vom Ergebnis her am beeindruckendsten: der Auftritt
der Schweinfurter, die den TuS Aschaffenburg-Leider, in der Vorsaison
immerhin Tabellensechster, an der Maibacher Höhe mit 5:1 abfertigten
und sich damit – ja, am ersten Spieltag ein rein statistischer Wert
– an die Tabellenspitze setzen. Torjäger Dominik Popp eröffnete
den Torreigen nach einer knappen Viertelstunde, als er nach einer
Ecke per Kopf einnickte, Xaver Lechner baute den Vorsprung wenig
später mit einem Schlenzer aus (22.), ehe Nico Siegmund und Andreas
Kundmüller die Partie nach dem Wechsel zugunsten der Freien Turner
entschieden. Der Treffer Till Links für Leider war nur
Ergebniskosmetik, Dominik Popp setzte in der Nachspielzeit vom
Elfmeterpunkt den Schlusspunkt.
Glänzte zum Saisonstart mit zwei Treffern: FTS-Torjäger Dominik Popp
anpfiff.info
Eine „Wundertüte“ erwartete
parallel den TSV Karlburg, der zum umgruppierten TSV Windeck
Burgebrach reisen musste. Die Jungs von Trainer Christopher Bieber
lösten die Aufgabe aber und kehren nach dem
4:2-Auswärtserfolg mit drei Punkten im Gepäck nach Hause zurück.
Marco Kunzmann (7.) und Liman Krasniqi (21.) stellten den TSV-Zug mit
ihren Treffern früh aufs richtige Gleis, doch ganz ohne
Schwierigkeiten kamen die Karlburger nicht ans Ziel. Noch vor der
Pause mussten die Gäste den Ausgleich hinnehmen, weil Andreas
Pfahlmann für die Oberfranken zunächst vom Elfmeterpunkt verkürzt
(32.) und dann kurz vor der Pause zum 2:2 getroffen hatte (45.). Doch
der zu den Mitfavoriten zählende Ex-Bayernligist blieb cool und
sicherte sich durch Treffer von Adrian Winter (61.) und Andre Rumpel
(81.) den Auftaktdreier, auch wenn der beim vergebenen Elfmeter der Heimelf zum möglichen 3:3 noch einmal ins Wanken geriet (79.). Beim vierten Tor quasi im Gegenzug spielte Karlburg bereits in
Überzahl, nachdem Burgebrachs Luca Hörnes Gelb-Rot gesehen hatte
(74.)
Riesenfreude dürfte auch bei der SpVgg
Hösbach-Bahnhof geherrscht haben. Die tritt nach der
Bezirksliga-Meisterschaft in der Vorsaison erstmals überhaupt in der
Landesliga an – und landete durch einen 3:1-Erfolg über Vatan Spor
Aschaffenburg nach 0:1-Pausenrückstand prompt den Premieren-Dreier.
Der Ausblick
Den Abschluss des ersten Landesliga-Spieltags machen am Mittwochabend Alemannia Haibach und TuS Röllbach.