Artikel vom 17.02.2026 10:30 Uhr
Noch vor einem Jahr zeigte man sich bei der Verpflichtung eines neuen Leiters des Nachwuchsleistungszentrums der SpVgg Bayern Hof zuversichtlich, auch über einen langen Zeitraum eine Ideallösung gefunden zu haben. Nach dem Entzug des NLZ-Status im Sommer, folgt für die Verantwortlichen nun der nächste Rückschlag. Sebastian Strößner verlässt mit sofortiger Wirkung die Saalestädter.
Eigentlich sah es in den vergangenen Monaten nicht danach aus, als gäbe es Zeitnah personelle Veränderungen auf der Grünen Au. Im Herrenbereich und der Spielgemeinschaft lief es gut. Die Teams haben sich stabilisiert und auch die Vorbereitung lief gut an. Auch im Jugendbereich arbeitete man mittlerweile etwas sorgloser, was zum größten Teil auch Verdienst von Sebastian Strößner, dem Leiter der "Jungen Hofer" war. Bis zuletzt, bei den eigenen Hallenturnieren war Strößner engagiert zur Werke gegangen. Um so überraschender kam nun die Meldung seiner Vertragsauflösung.
U19 Trainer Florian Schlegelbraucht braucht nun einen neuen "Chef" in der Jugendabteilung.
anpfiff.info
Die Pressemitteilung der Hofer Bayern im Wortlaut:
"Bayern Hof dankt Sebastian Strößner für außergewöhnliches
Engagement im Nachwuchsbereich
Die Jungen Hofer Bayern und Sebastian Strößner haben sich
einvernehmlich auf eine sofortige Auflösung des Vertrags als Leiter des
Talentförderzentrums verständigt. Der Verein verabschiedet damit eine
Persönlichkeit, die den Nachwuchsbereich in den vergangenen Monaten mit großem
fachlichem, pädagogischem und sportlichem Know-how maßgeblich geprägt hat.
Fast genau vor einem Jahr hatte Sebastian Strößner die
verantwortungsvolle Aufgabe übernommen, den Nachwuchsbereich der Hofer Bayern
zu führen. Kurz nach seinem Start musste der Verein den Entzug des NLZ-Status
hinnehmen – eine sportlich wie strukturell herausfordernde Situation. Strößner
nahm diese Aufgabe dennoch mit großem Einsatz und klarer Vision an und baute
das ehemalige Nachwuchsleistungszentrum in ein Talentförderzentrum um. Mit viel
Fachwissen, neuen Ideen und großem persönlichen Engagement setzte er wichtige
Impulse, um den Hofer Nachwuchs nachhaltig weiterzuentwickeln und wieder näher
an frühere Erfolge heranzuführen.
Er galt im Verein schnell als Antreiber des Wandels. Besonders
hervorzuheben ist dabei nicht nur seine sportliche Kompetenz, sondern auch sein
pädagogischer Ansatz und seine Fähigkeit, die Menschen zu begleiten, zu coachen
und weiterzuentwickeln. Strößner war immer präsent und lebte den
Nachwuchsfußball mit großer Leidenschaft vor.
Ein Zeichen seiner besonderen Verbundenheit war auch, dass er zu
Beginn seiner Tätigkeit aufgrund der angespannten finanziellen Situation des
Vereins auf sein Gehalt verzichtet hat – ein Schritt, der seinen Charakter und
seine Überzeugung für die Sache eindrucksvoll unterstreicht.
In einer persönlichen Mitteilung erklärte Strößner nun seinen
Schritt: Aus beruflichen und vor allem familiären Gründen müsse er neue
Prioritäten setzen. „Diese Entscheidung ist mir alles andere als
leichtgefallen“, betont er darin. Das Talentförderzentrum sei für ihn stets
eine Herzensangelegenheit gewesen, und er blicke dankbar auf die gemeinsame
Zeit und die Zusammenarbeit zurück.
Bis zuletzt hatte das Präsidium der Hofer Bayern versucht,
Sebastian Strößner von einem Verbleib zu überzeugen. Auch Präsident Tim Wonsack
würdigt dessen Einsatz ausdrücklich: „Wir hätten ihn sehr gerne gehalten und
auch den Vertrag verlängert. Aber wir respektieren seine Entscheidung und seine
Prioritäten. Sebastian war mit enormem zeitlichen Aufwand für den Verein da,
immer mit dem Ziel, es noch ein Stück besser zu machen.“
Die SpVgg Bayern Hof bedankt sich bei Sebastian Strößner
aufrichtig und mit großem Respekt für seine geleistete Arbeit, seine Loyalität
und seinen Einsatz für den Nachwuchs. Der Verein wünscht ihm und seiner Familie
für die Zukunft alles erdenklich Gute – beruflich wie privat – und wird seinen
Beitrag zur Entwicklung des Hofer Nachwuchsfußballs in sehr guter Erinnerung
behalten."