Artikel vom 22.08.2024 12:00 Uhr
Der ATS Hof West hatte in der abgelaufenen Spielzeit mit seiner U19 souverän sein Meisterstück gemacht. Ohne Niederlage zog die Mannschaft von Oliver Vogl erst durch die Quali-Runde, anschließend auch durch die Meisterrunde. Mit dem Aufstieg standen die Verantwortlichen nun vor einer neuen Herausforderung, die sich nicht nur auf die neue Liga bezog. Somit folgte eine Konstellation der Vernunft für den Jugendfußball.
Wenn man von einer souveränen Meisterschaft sprechen wollte, führte im Sommer kein Weg an der U19 des ATS Hof West vorbei. Dabei zeigte sich die Mannschaft von Oliver Vogl, schon im zweiten Jahr in Folge im Kampf um den Meistertitel, konnte aber nach Änderung des Aufstiegsmodi, in diesem Jahr auch endlich den Sprung in die Bezirksoberliga Oberfranken Ost feiern. Schon in der Qualifikationsrunde, im vergangenen Herbst, marschierten die Westler durch die Liga. Als im Frühjahr die jeweils besten fünf Teams aus Nord und Süd in einer Liga ihren Meister suchten, überzeugten die "Pflatscher" sogar ohne Punktverlust. Das Abenteuer in der neuen Liga stellte die Verantwortlichen jedoch vor einen große Herausforderung, auch auf Grund der schwachen Jahrgänge. Doch es fand sich auch ein Partner, der eine Vernunftsehe mit mit dem Hofer Verein eigegangen ist.
Trainersohn Julian Vogl (li.) führte seine Mannschaft als Kapitän durch die Saison.
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Keine Mannschaft die den Westlern gefährlich werden konnte
In den letzten Jahren entwickelte sich der ATS Hof West zusehend, zu einer der Nachwuchsadressen im Hofer Spielkreis. Dabei konnte die U19 unter der Führung von Oliver Vogel schon im letzten Jahr das erste mal an die Tür zur Bezirksoberliga klopfen. Scheiterte aber im Relegationsspieler der Vertreter aus Nord und Süd, an der SG FC Tirschenreuth. Damals stürzte der Treffer von Michael Gleißner, in der 121 Minute, die Westler ins Tal der Tränen. Im Sommer starteten die Schützlinge von Oliver Vogl einen neuen Angriff und gaben sich weder in der Qualifikationsrunde, noch in der Meisterrunde eine Blöße. Ohne Niederlage triumphierten die Westler über den Titel in der Kreisliga. "Mir war von Anfang an klar das wir vor allem in der
Qualifikationsrunde der haushohe Favorit sind, da ich die anderen Mannschaften
ja aus der Vergangenheit gut kannte und die Westler einfach einen für die
Kreisliga überdurchschnittlichen Kader hatten. In der Meisterrunde war für mich
Union Selb als Gewinner der Quali-Runde Süd der Hauptkonkurrent um die
Meisterschaft, aber nach unseren 5:2 Sieg im zweiten Spiel der Meisterrunde sah
ich ehrlich gesagt keine weitere Mannschaft die uns gefährlich werden konnte", bestand für Trainer Oliver Vogl die größter Herausforderung darin, die Konzentration seiner Jungs gegen vermeintlich schwächere Gegner hoch zu halten. Die gelang den Verantwortlichen aber mit Bravour. Das Prunkstück der Mannschaft war dabei die Defensive, die in 18 Partien nur 10 Gegentreffer zu ließ. Mit 86 Toren war das Team von Oliver Vogl auch sehr Treffsicher. Obwohl sie nicht, den einen Torjäger in ihren Reihen hatten. "Das ist in der
Liga- Torschützenrangliste gut ersichtlich. Obwohl wir viele Tore erzielten, konnte keiner meine Jungs die Torschützenkrone gewinnen. Die Tore
wurden von allen Mannschaftsteilen erzielt", erkennt man den Ehrgeiz des Übungsleiters auch in einer herausragenden Spielzeit.
Abdoui Mouhamed (li.) war ein Fixpunkt in der Defensive der "Platscher" aus dem Hofer Westen.
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Die Vorfreude auf die neue Liga überwiegt
Mit dem Meistertitel in der Tasche war der Aufstieg in die Bezirksoberliga also fix, doch auf Grund der schwach besetzten Jahrgänge im Spiekreis 3, musste eine Lösung gefunden werden - auch um der Nachwuchsarbeit eine nachhaltige Chance zu geben. "Wie schon erwähnt ist dies den
schwach besetzten Jahrgängen geschuldet. Die SG Dreiländereck hatte Probleme
mit den richtigen Jahrgängen ihre Bezirksoberliga-Mannschaft zu besetzen und
hätte vermutlich mit B-Junioren auffüllen müssen, und bei den Westlern sah es
auch nicht besser aus so hätten wir den Aufstieg in die BOL nicht wahrnehmen
können, deshalb wurde sich zusammengesetzt und man hat ein 'Rendezvouz für
ein Jahr' beschlossen", freut sich Oliver Vogl auf die Aufgabe mit einem neuen Team. Der Meistertrainer wird die Mannschaft, welche unter dem Namen (SG) JSG Dreiländereck, mit den Vereinen aus SG Regnitzlosau, SG Gattendorf, BSC Tauperlitz, sowie VfB Rehau und eben dem ATS Hof West, an den Start geht, trainieren. Ihn wird dabei auch Frank Pippig als Betreuer zur Hand gehen. Auch das Saisonziel wurde von allen Beteiligten klar definiert, die Liga solle gehalten werden. Somit geht Trainer Oliver Vogl mit viel Freude in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit und weiß, "die Vorfreude auf die höhere Liga überwiegt, da es
doch eine andere Hausnummer wie die Kreisliga ist und wir alle gespannt
sind, ob wir der Herausforderung
gewachsen sind. Selbstverständlich freue ich mich auf das neue Team, es wird
aber nicht einfach aus zwei Mannschaften eine zu machen".