Artikel vom 31.05.2025 16:30 Uhr
Am Sonntag treffen der Post-SV Bamberg und die SG Viereth/Roßstadt
im direkten Spitzenduell aufeinander. Zwei Spieltage vor Saisonende könnten
sich die Postlerinnen mit ihrem Trainer Florian Weininger zum Kreisklassenmeister
küren - pünktlich zur Buger Kerwa. Carolin Pohle, Kari Reyr Jonsson Beck und Co. wollen aber genau das verhindern
und dürfen sich indes selbst noch gute Titelchancen ausrechnen.
Beste Offensive trifft auf beste Defensive
In der Kreisklasse Süd der Damen sind der Post-SV Bamberg
und die SG Viereth/Roßstadt in dieser Saison das absolute Maß aller Dinge. Die
Bambergerinnen stellen mit 67 Treffern die beste Offensive und haben keines
ihrer bisher 18 Ligaspiele an den Gegner abgeschenkt. Mit 50 Punkten ist die
Weininger-Elf somit Spitzenreiter, dicht gefolgt aber von der besten Defensive
der Liga, die die SG Viereth/Roßstadt mit nur acht Gegentoren stellt.
Zwei Zähler Rückstand müssen Carolin Pohle, Kari Reyr
Jonsson Beck und ihr Team in den verbleibenden zwei Saisonspielen aufholen,
wenn der Titel am Ende doch noch zur Spielgemeinschaft gehen soll. Entsprechend steht das direkte
Duell am Sonntagmorgen unter besonderen Vorzeichen: Gewinnt der Post-SV, dann ist
die Meisterschaft für Gelbschwarz bereits in trockenen Tüchern. Bei einer Punkteteilung bleiben
die Bambergerinnen weiterhin zwei Punkte vorne, müssten kommende Woche aber
noch einmal liefern. Bei einem SG-Sieg tauschen die Mannschaften vor dem letzten Spieltag die Plätze.
„Die Vorfreude ist riesig!“, betont Carolin Pohle vor dem
Spitzenspiel. „Die knappe Niederlage im Hinspiel hat uns gezeigt, dass wir mit
den Postlerinnen auf Augenhöhe sind. Die Motivation auf das bevorstehende
Topspiel ist spürbar – eine Mischung aus Entschlossenheit, Vorfreude und
Respekt. Es wird auf jeden Fall spannend – das kann ich versprechen“, fährt sie
fort.
Jubelt der Post-SV auch zur heimischen Kirchweih am Sonntag...
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Hinspiel ging knapp an den Post-SV
In der Tat hat das Hinspiel in Roßstadt ein denkbar knappes
Ende genommen. Damals verloren die SG’lerinnen durch einen Handelfmeter in der 60.
Spielminute knapp mit 1:2. „Das war ärgerlich und hat uns stark getroffen“,
erinnert sich Pohle zurück, die ihre Mannschaft inzwischen als deutlich besser
eingespielt wahrnimmt, als damals noch.
Auch Florian Weininger hat das Spiel im
November noch vor Augen – und ist entsprechend vorgewarnt: „Jedes Spiel gegen
Viereth war bisher ein Duell auf Augenhöhe, bei dem immer die Tagesform
entschieden hat. Der Unterschied im Hinspiel war unsere Kaltschnäuzigkeit vor
dem Tor. Genau darauf wird es wieder ankommen. Wir müssen eiskalt unsere
wenigen Chancen nutzen und bissig in jedem Zweikampf sein“, prophezeit er.
In
dem Zusammenhang betont er auch, wie wichtig die Meisterschaft in seinen Augen
für den gesamten Verein wäre: „Nach dem Abstieg unserer Herrenmannschaft wäre
das Balsam für die Seele. Und für die Mädels die verdiente Belohnung für ihre
Entwicklung, ihren Einsatz und ihren Eifer im Training der letzten drei Jahre.“
...oder schnappt sich die SG Viereth/Roßstadt am Ende die Tabellenführung?
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Drei Ausfälle hier, ein Ausfall da
Wenn die SG Viereth/Roßstadt am Sonntagfrüh an den Sportplatz
in Bug kommt, werden einige Stammspielerinnen ihre Mannschaft nur von außerhalb
des Platzes unterstützen können. Mit Nadine Weiß und Verena Graser fehlen beide
Abwehrchefinnen aufgrund von langwierigen Verletzungen, auch Toptorjägerin
Sophia Krug ist seit einigen Wochen aufgrund einer Knöchelverletzung raus. „Dennoch
haben wir das Privileg, aus einem großen Kader schöpfen zu können“, freut sich
Carolin Pohle. Man könne die Verletzten als Mannschaft gut kompensieren. Und auch
die Postlerinnen dürften die Ersatzbank zum Spitzenspiel voll packen, denn bis
auf Sophie Röckelein, die sich im vergangenen spiel eine schwere
Schulterverletzung zugezogen hat, sind alle mit an Bord.
Für beide Mannschaften wäre die Meisterschaft in der
Kreisklasse Süd eine Premiere. Da von Samstag bis Montag die Buger Kirchweih
stattfindet, käme dem Post-SV ein Sieg im direkten Duell gerade recht. Doch die
SG Viereth/Roßstadt wartet ebenfalls sehnsüchtig auf ihren ersten Titel – und
selten war er greifbarer, als in diesem Jahr. Man darf entsprechend von einer
offensiv geprägten und spannenden Begegnung ausgehen.
anpfiff.info ist mit
dabei und berichtet live vor Ort vom Titelkampf in der Kreisklasse Süd. Anstoß
ist am Sonntag, 1. Juni, um 10:30 Uhr.