Artikel vom 11.05.2025 00:30 Uhr
Die SG Hausen/Nordheim spielt in der kommenden
Saison in der Kreisliga. Die Mannschaft von Markus Herbert ging gegen die SG
Unsleben/Wollbach den entscheidenden Schritt zur Meisterschaft – und das
eindrucksvoll. Schon zur Pause stand der 4:0-Erfolg fest. Eine Demonstration
der Stärke gegen klar unterlegene Gäste, die selbst lange vom Aufstieg geträumt
hatten.
Ein Punkt fehlte den Kickern aus Hausen,
Nordheim und Oberfladungen noch zum ersehnten Titel. In der Vorsaison war die
Spielgemeinschaft denkbar knapp in der Relegation am Aufstieg in die Kreisliga
gescheitert. Ein Jahr später feiern die drei Dörfer nun ihre Helden. „Mega. Das
war mein Ziel, nach 32 Jahren Fußball Meister zu werden. Das ist
unbeschreiblich. Ich freue mich jetzt auf die Kreisliga. Ich habe zwar schon
sieben Jahre gespielt, aber ich habe wieder Bock. Jetzt greifen wir nochmal“,
jubelte Schlussmann Marcel Heinrich, der gegen die SG Unsleben/Wollbach zum 14.
Mal ohne Gegentor blieb. Eine beeindruckende Marke.
„Einfach nur geil“
Auch Sebastian Jackisch fand es „einfach nur
geil“. Auf diesen Moment habe das Team die gesamte Saison hingearbeitet und sei
trotz einiger Rückschläge immer drangeblieben. Lange hatten die Unslebener und
Wollbacher die Tabelle angeführt und hatten selbst den Aufstieg ins Visier
genommen. Allerdings bracht die Elf von Markus Muth nach gutem Rückrunden-Start
ein und hatte auch in Nordheim kaum Anteile. Nach nervöser Anfangsphase überrollten
die Gastgeber den überforderten Kontrahenten und machten schon vor der Pause
den Titel so gut wie klar.
„Dass es so deutlich wird, hätte ich aber
nicht gedacht. Nach der Pause waren die ersten Minuten wichtig, dass alle
fokussiert sind. Nach und nach kamen dann die Auswechslungen und die Zeit lief
für uns. Daher haben wir dann auf den Schlusspfiff gewartet. Kurz vor
Schlusspfiff hatte ich den Ball am Fuß und dachte nur: Pfeif endlich ab. Als der
Schiedsrichter abgepfiffen hat, sind alle Dämme gebrochen“, ließ Marcel
Heinrich seiner Freude nach Schlusspfiff freien Lauf.
Mit der Schale bejubelten die Kicker aus Hausen, Nordheim und Oberfladungen den Titel.
Alexander Rausch
Nach dem Riesen-Erfolg mit Mut in die Kreisliga
Ausgelassen jubelten die HNO-Kicker mit ihren
Fans, die über die ihre Mannschaft über die gesamte Spielzeit lautstark
unterstützten. „Einige sind schon über die Relegation aufgestiegen, Meister
geworden hingegen fast noch keiner. Das ist ein Riesen-Erfolg. Die Jungs können
sehr stolz auf sich sein“, strahlte auch Meistertrainer Markus Herbert. Seine
Elf hatte nach der Winterpause alle neun Liga-Spiele für sich entschieden und
damit auch den ärgsten Kontrahenten aus Ostheim, Urspringen und Sondheim
distanziert.
„Das war überragend. Großer Dank an die Jungs.
Sie haben es sich verdient. Sie haben eine sehr gute Saison gespielt und eine
Wahnsinns-Rückrunde. Alle haben hart dafür gearbeitet und immer alles gegeben. Das
ist der Preis dafür. Die Meisterschaft ist hochverdient. Wir waren die beste
Mannschaft in der Kreisklasse. Jetzt feiern wir und genießen den Moment“, lobte
der Übungsleiter, der mit seinen Jungs in der kommenden Spielzeit nun in der
Kreisliga Furore sorgen möchte.