Artikel vom 03.10.2024 16:30 Uhr
Mit drei Siegen aus vier Partien ist die SG Roßstadt/Viereth gut in diese Kreisklassen-Saison gestartet. Für Carolin Pohle, die an der Seite von Kari Reyr Jonsson Beck als Trainerin agiert, ist es die zweite Saison in Doppelfunktion. Über ihre Erfahrungen, bevorstehende Saisonhöhepunkte und einen Ausblick auf die fernere Zukunft blickte sie nun zusammen mit anpfiff.info.
Frau Pohle, für die SG
Viereth/Roßstadt hat vor kurzem das vierte gemeinsame Spieljahr begonnen. Mit
welchen Vorzeichen sind Sie in die Saison 2024/2025 gestartet?
Carolin Pohle: Mit positiven. Als
Trainerteam ergänzen wir uns fast blind. Kari trainiert montags in Viereth und
ich donnerstags in Roßstadt. Durch die zahlreiche Kaderverstärkung von
erfahrenen Spielerinnen aus der SG Dörfleins/Oberhaid konnten wir einige
Verluste aufgrund von Studium und Ausbildungsbeginn ausgleichen Die
Vorbereitung lief sehr durchwachsen, nichtsdestotrotz konnten Kari und ich ein
intensives Vorbereitungsprogramm mit vier Testspielen mit den Mädels
absolvieren. Highlight war für mich der Trainingstag mit 18 Spielerinnen kurz
vor dem Saisonstart in Roßstadt. Zum Abschluss gab es einen gemeinsamen Ausflug
zur Sandkerwa nach Bamberg.
Carolin Pohle
anpfiff.info
Sie haben es erwähnt: Sie
bilden in diesem Jahr schon zum zweiten Mal das Trainerteam zusammen mit Kari
Jonsson Beck. Weshalb war es Ihnen damals wichtig, in dieser Position
Verantwortung für das Team zu übernehmen?
Carolin Pohle: Die SG
Viereth/Roßstadt hatte seit geraumer Zeit einen zweiten Trainer an Karis Seite
gesucht, jedoch ohne Erfolg. Der Verein und einige Spielerinnen waren mir nicht
unbekannt, da ich bereits 2018/2019 für Roßstadt gespielt hatte. Nachdem ich aber
verletzungsbedingt ein-einhalb Jahre aussetzen musste, wollte ich wieder
durchstarten. Nach ein-zwei Gläsern Wein auf dem Sander Weinfest 2023 und
netten Gesprächen waren die Dinge klar und ich kam zwei Wochen später mal zu
einem Training auf Probe. So nahm Alles seinen Lauf!
Bildunterschrift
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Wie schwierig ist es denn, die
Doppelbelastung als Spielerin und Trainerin auf dem Platz zu bewältigen?
Carolin Pohle: Ich sehe mich in
erster Linie ganz klar in der Trainerposition. In der vergangenen Saison kam es
aufgrund des schmalen Kaders immer wieder zu Einsätzen als Spielerin. Die
Doppelbelastung ist definitiv eine Herausforderung und dennoch eine spannende
Aufgabe. Mit der Unterstützung von Kari konnte ich mich in den besagten Spielen
oftmals als Spielerin sehen und mich auf meine eigene Leistung konzentrieren.
Das soll jedoch in Zukunft, durch die zahlreichen Neuzugänge, nicht mehr
notwendig sein.
Wie ist es um die SG
Viereth/Roßstadt in diesem Jahr bestellt? Ist der Kader insgesamt tiefer
geworden im Vergleich zum Vorjahr?
Carolin Pohle: Definitiv! Wir
konnten einige erfahrene Spielerinnen aus der SG Dörfleins/Oberhaid gewinnen.
Es zeigte sich schnell, dass ihr Herz auch für den Fußball schlägt und wir auf
einer Wellenlänge sind. Eine Wertschätzung erhielt Nadine Weiß vom Team mit der
direkten Wahl zur Kapitänin. Vor allem stärken uns die Neuzugänge als Team, denn
sie erhöhen den internen Wettbewerb, was die gesamte Mannschaft voranbringt.
Sieht ihren Platz selbst überwiegend an der Seitenlinie: Carolin Pohle
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Welche Attribute kann man Ihrer
Mannschaft in dieser Saison zuschreiben? Was ist das für eine Truppe, die da
Woche für Woche auf dem Platz steht?
Carolin Pohle: Unsere Mannschaft
zeichnet sich durch eine enorme Leidenschaft zum Fußball aus. Es ist eine
Truppe, die Woche für Woche mit viel Herzblut und Spaß spielt und sich nie
aufgibt, egal wie die Umstände sind. Da fällt mir der klassische Spruch von
Kari ein: „Das kriegen wir schon hin!“ Es gibt eine Vielzahl an Spielerinnen,
die bereits seit etlichen Jahren und sogar nach Babypausen Fußball spielen und
ihre Erfahrungen auf den Platz bringen. Wir haben auch einige junge,
ambitionierte Spielerinnen aus der Vierether U17 gewinnen können, die sich
stetig weiterentwickeln und Fuß im Damenbereich fassen.
Letztes Jahr sind Sie am Ende
auf dem dritten Tabellenplatz gelandet. Geht heuer vielleicht noch ein kleines
Bisschen mehr - Stichwort Aufstiegsrennen?
Carolin Pohle: Ich hoffe doch,
dass dieses Jahr ein kleines bisschen mehr geht. Ich habe sehr viel Ehrgeiz und
sehe in diesem Team definitiv das Potenzial des Aufstiegs. Leider wird die
Kreisklasse ja nach der Saison aufgelöst und es werden alle Mannschaften in die
Kreisliga „aufsteigen“. Dennoch haben wir das gemeinsame Ziel, unter die Top zwei
zu kommen.
Ausgezeichnete Stimmung herrscht bei den Frauen der SG.
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Wie ist im Hinblick auf die
gesteckten Saisonziele Ihr diesjähriger Auftakt zu bewerten?
Carolin Pohle: Der Auftakt ist
insgesamt als positiv zu bewerten. Die Niederlage gegen den SV Wernsdorf ist
aufgrund der Spielform 9-vs.-9 als schwierig und mit einem 2:1 als knapp und
unglücklich zu bewerten. Die drei Siege aus den ersten vier Partien geben uns
Selbstvertrauen und bestätigen, dass wir in der Lage sind, unsere Saisonziele
zu erreichen. Insgesamt sind wir sehr zuversichtlich und denken stets positiv.
Welche Highlights darf man in
dieser ersten Saisonhälfte nun erwarten? Worauf freuen Sie sich persönlich bis
Weihnachten noch - auf und neben dem Platz?
Carolin Pohle: Highlights werden
definitiv die zwei Kerwa-Spiele sein. Am 12. Oktober gegen den TSV Ebensfeld
zur Dippacher Kerwa und am 19. Oktober gegen die (SG) Weidenberg/Bayreuth-St.
Johannis als komplett unbekannten Gegner im Kreispokal zur Roßstadter Kerwa.
Hitzige und spannende Spiele auf Augenhöhe werden uns gegen die SG Prölsdorf/Priesendorf
und den Post-SV Bamberg erwarten. Persönlich freue ich mich am meisten auf die
weiteren Trainingseinheiten, Emotionen und weitere Zeit mit vielen neuen
Erfahrungen mit den Mädels.
Vielen Dank für das Gespräch!