Artikel vom 12.09.2023 18:45 Uhr
Nach dem einjährigen Gastspiel in der Bayernliga suchen die Frauen der SpVgg Ebing aktuell noch nach ihrem Platz in altbekannten Gefilden. Nach zwei Spielen steht die Mannschaft von Neu-Trainer Hubert Richter noch ohne Pluspunkt da. Damit sich das ändert, bekommt der Absteiger nun noch einmal eine schlagkräftige Verstärkung, die schon in der 2. Bundesliga auf der Außenbahn wirbelte.
Mit einem nahezu unveränderten Kader im Vergleich zur Vorsaison startete die SpVgg Ebing in die Landesliga Nord. Lediglich Julia Schuster schloss sich Regionalligist FC Würzburger Kickers an. Dafür kam Laura Weidner, die zudem als Co-Trainerin den neuen hauptverantwortlichen Übungsleiter Hubert Richter unterstützt. Der Start in die neue Serie ist durchaus ausbaufähig. Sowohl bei der SpVgg Erlangen, wie auch im heimischen Seestadion gegen SV Weinberg 2 gab es keine Punkte für die Germania. Trübsal blasen gilt indes nach zwei Spieltagen noch nicht, zumal das Derby beim Schwabthaler SV am kommenden Wochenende unmittelbar bevorsteht. Von der Partie aus End wird anpfiff.info ausführlich in Wort und Bild berichten.
Sofortige Spielberechtigung
In diesem Spiel kann auch die jüngste Neuverpflichtung der SpVgg Ebing bereits auflaufen. Marsia Gath, die zuletzt für den SV Frensdorf aktiv war, der seine Mannschaft mit dem Ende der letzten Spielzeit vom Spielbetrieb abgemeldet hat, ist ab sofort spielberechtigt. "Wir freuen uns überaus, dass sich Marsia Gath trotz mehrerer höherklassiger Angebote uns angeschlossen hat. Wir sind von ihrer spielerischen Klasse und ihren Qualitäten vollends überzeugt", sagt Andreas Eiermann, Sportlicher Leiter der Ebinger Frauen, über den personellen Zuwachs.
In der letzten Saison kämpfte Marsia Gath (re.) noch für den SV Frensdorf gegen die SpVgg Ebing. Nun trägt sie selbst das blaue Trikot ihres neuen Vereins.
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Erfahrung aus Regional- und Zweiter Liga
In der Tat gibt es an der Klasse der 30-Jährigen keine Zweifel. Schon frisch den Juniorinnen entwachsen, lief sie für die SpVgg Hausen und im Anschluss daran für den SV Weinberg 2 in der Landesliga auf, ehe sie sich zur Saison 2014/15 dem SV Frensdorf anschloss. Ihre sechsjähriges Wirken am Failsberg war unterbrochen von zwei Spielzeiten bei den Frauen des FC Würzburger Kickers in der 2. Bundesliga (10 Einsätze) und nach dem Abstieg in der Regionalliga (12 Einsätze). Für den SV Frensdorf absolvierte die pfeilschnelle Flügelspielerin in 70 Einsätzen in der Landesliga 13 Tore und nach dem Aufstieg in der Bayernliga in 57 Partien stolze 14 Treffer. Zahlreiche direkte Vorbereitungen nach maßgenauen Hereingaben von der (vorzugsweise rechten) Seite sowie im Anschluss an unwiderstehliche Dribblings runden ihre Qualitäten ab, mit denen sie zweifelsohne auf Anhieb eine Belebung für das Spiel der Ebinger Frauen darstellen kann und wird.
Der neue Trainer ist ein Altbekannter
Ihr neuer Trainer ist ein alter Bekannter, denn unter Hubert Richter spielte, sprintete, schoss und dribbelte "Mäschi" Gath auch schon in den Jahren 2016 - 2019 beim SV Frensdorf, mit dem sie in die Bayernliga aufstieg und dort auf Anhieb die Vizemeisterschaft feierte. Zu ihrem möglichen Debüt im Derby in Schwabthal könnten sich dann weitere Wiedersehen gesellen, denn beim SSV stehen mit Lena Eichfelder, Lena Amon und Mirjam Steck drei ehemalige Teamkolleginnen aus gemeinsamen Frensdorfer Zeiten im Kader. Das steigert die Vorfreude. In erster Linie selbstverständlich bei der SpVgg Ebing, die sich über eine ebenso spiel- wie abschlussstarke Flügelspielerin freuen darf.