Artikel vom 13.05.2023 13:08 Uhr
Bereits vor dem vorletzten Spieltag der Saison krönt sich
die SpVgg Weißenstadt zum Meister der Bezirksoberliga. Da die SpVgg Stegaurach
nicht in Weißenstadt angetreten ist, ist der Tabellenführer nicht mehr für Verfolger
Ebing 2 einzuholen. Damit setzt die Mannschaft ihre unglaubliche Erfolgsgeschichte
fort und spielt in der kommenden Saison in der Landesliga Nord.
Mit bereits fünf Zählern Vorsprung auf Verfolger Ebing 2
wäre die Mannschaft von Julian Rott in den 17. Spieltag der BOL gegangen. In
der Partie gegen die Mannschaft aus Stegaurach galt es selbst mindestens einen
Punkt zu holen, um das Meisterstück perfekt zu machen. Nachdem letzte Woche die
Meisterfeier nach einer 2:1 Niederlage gegen Hof 2 ausbleiben musste, werden
die Weißenstädterinnen nun also ohne selbst gespielt zu haben Meister.
Erfolgsgeschichte SpVgg Weißenstadt
Mit der erneuten Meisterschaft und dem damit verbundenen
Aufstieg schreibt die Mannschaft aus Weißenstadt weiter Geschichte. Gerade
einmal sechs Jahre benötigte die SpVgg für den Aufstieg in die Landesliga.
Bereits 2018, in der ersten Saison der Frauenmannschaft, gelang die
Meisterschaft in der Kreisklasse. Es folgte 2019 der Platz an der Sonne in der
Kreisliga und damit der Aufstieg in die Bezirksliga. Dort verweilte man zwei
Jahre, ehe am Ende der letzten Saison wieder ein überragender erster Platz
erreicht werden konnte. Das sportliche Jahr 2022 wurde außerdem mit der
Auszeichnung „anpfiff.info Mannschaft des Jahres“ gewürdigt. Jetzt also der
ganz große Wurf: die Meisterschaft in der Bezirksoberliga. Bereits früh in der
Saison zeichnete sich ein Zweikampf um die Tabellenspitze zwischen den beiden
Aufsteigern aus Weißenstadt und Ebing ab. Obwohl die SpVgg im direkten Duell
mit 3:0 die Oberhand gewinnen konnte, wurde die Truppe aus Ebing Herbstmeister.
Gerade in den letzten Wochen kristallisierte sich dann doch der längere Atem
der Weißenstädterinnen heraus und während die Konkurrenz immer wieder Punkte
liegen ließ, gewann die Mannschaft Spiel um Spiel und eroberte die
Tabellenspitze.
Häufiger als jedes andere Team in der Liga bejubelten die Weißenstädterinnen Tore und Siege.
anpfiff.info
Erster Titel für Trainer Rott
Als Ende März überraschend Cheftrainer Ottavio
Saponaro das Handtuch bei der SpVgg Weißenstadt warf, übernahm Co-Trainer
Julian Rott die Mannschaft. Der junge Coach gilt zunächst als Lösung für die
restliche Saison, weist jedoch eine beachtliche Statistik auf. Unter seiner
Leitung konnte das Team bisher drei von vier Ligaspielen gewinnen, doch noch am
Konkurrenten aus Ebing vorbeiziehen und jetzt die Meisterschaft nachhause holen. „Die Mädels haben über die ganze Saison bewiesen was sie für
eine Qualität haben und zurecht da oben stehen“, zeigt sich der neue Trainer
sichtlich zufrieden mit seiner Mannschaft. Außerdem lobt er den Willen der
Mädels, die trotz der Auf und Abs während der Saison immer fokussiert waren. Sie
haben sowohl im Training, als auch in den Spielen, immer ihr Bestes gegeben und
den unbedingten Willen gezeigt, diese Liga zu gewinnen und aufzusteigen.
Zum ungewöhnlichen Erreichen der Meisterschaft meint Julian
Rott: „Das Ende von der Saison haben wir uns anders vorgestellt und hätten gerne nochmal zuhause
gespielt, um da eventuell vor den eigenen Zuschauern die Meisterschaft sicher zu machen“. Auch wenn sich die Mannschaft gerne selbst zum Meister geschossen
hätte, wird dieser Tag mit Sicherheit trotzdem gefeiert werden. Nächste Woche hat
der Meister dann die Möglichkeit gegen die SpVgg Stegaurach erstmals den
Bezirkspokal zu holen und am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten aus
Ebing die Saison mit einem Sieg ausklingen zu lassen.
anpfiff.info gratuliert zur vorzeitigen Meisterschaft!